Zurück ins 17. Jahrhundert mit "Gunpowder"

Zwei Männer in mittelalterlicher Kleidung, einer davon hält ein Schwert in der Hand.

Serienjunkie

Zurück ins 17. Jahrhundert mit "Gunpowder"

Der Brexit hat alles, was ein gutes Drama braucht. Vielleicht wird ja mal eine Serie daraus? Von einem anderen dramatischen Ereignis in der Geschichte Großbritanniens gibt es jetzt eine Serie: "Gunpowder" heißt die und Cosmo-Serienjunkie Lina Kokaly hat sie sich für euch mal angeschaut.

Serienjunkie: Zurück ins 17. Jahrhundert mit "Gunpowder"

02:25 Min.

Worum geht es in der Serie?

Die Serie dreht sich um Guy Fawkes, der im 17. Jahrhundert den damaligen englischen König James I. ermorden wollte - und schließlich scheiterte. Der König hat die Katholiken damals aus politischen Gründen grausam verfolgen lassen. Doch Fawkes handelte nicht allein, sondern hatte auch Mitverschwörer und um die geht es in "Gunpowder". Verfolgung, Schikane, öffentliche Hinrichtungen - die bedrohliche Stimmung der damaligen Zeit zeigt die Serie dabei sehr deutlich. So muss Robert Catesby in der Serie, der tatsächlich gelebt hat und der Anführer der katholischen Landadligen war - dabei zusehen, wie seine Großmutter öffentlich und nackt zu Tode gefoltert wird. Deswegen will Catesby Rache und plant mutig eine Verschwörung.

Wer richtig gut im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der erinnert sich vielleicht dunkel: Die Pulververschwörung 1605 mit Catsby und Fawkes hatte zum Ziel, das englische Parlament zu sprengen und so den protestantischen König, seine Familie und alle Abgeordneten zu töten.

Wer spielt in der Serie mit?

John Snow aus "Game of Thrones": Kit Harington. Der spielt nicht nur die Hauptrolle, er hat die Serie auch mit entwickelt. Der Stoff liegt ihm sehr am Herzen, weil er tatsächlich ein Nachfahre von Robert Catesby ist. Es sind auch noch mehr großartige britische Schauspieler dabei, Tom Cullen, der auch bei Downton Abbey dabei war, Mark Gatiss, der Bruder von Sherlock, und Liv Taylor, die ja im Kino-Blockbuster "Armageddon" dabei war und als Elbin in "Der Herr der Ringe".

Wie hoch ist der Suchtfaktor?

Schwer zu sagen bei einer Serie, die nur aus drei einstündigen Folgen besteht. Für mich hat sich "Gunpowder" eher angefühlt wie ein abendfüllender Film und beim Abspann ist es dann auch gut. Ich mag historische Stoffe, ich lerne auch gerne noch etwas über die Vergangenheit dazu und ich freu mich auch über das tolle Schauspieler-Ensemble, aber ich gehe bei der Kritik mit, die die Serie nach der Ausstrahlung in England aushalten musste: Das waren schon echt brutale Folterszenen - gut, dass ich vorspulen konnte.

Stand: 20.01.2019, 13:16