Live hören
Jetzt läuft: Student Night von Sandy B

Was bringen Erkältungsmittel?

Eine Frau putzt sich ihre Nase

Was bringen Erkältungsmittel?

Aspirin, Silomat oder Boxagrippal. So heißen Erkältungsmittel, die gegen bestimmte Beschwerden helfen sollen, die bei einer Erkältung auftreten. Aber helfen sie wirklich?

Nehmen wir als Beispiel eine sogenannte "Schrotschusskombinationen", etwa Wick Medinait. Darin sind einfach alle möglichen Wirkstoffe zusammengerührt, die auch in gängigen Erkältungsmitteln zu finden sind.

Eine Fläschchen Medinait enthält:

  • 600 mg Paracetamol, ein Schmerzmittel
  • 7,5 mg Doxylaminsuccinat, mindert das Naselaufen
  • 8 mg Ephedrinhemisulfat, lässt die Nasenschleimhaut abschwellen
  • 15 mg Dextromethorphanhydrobromid, ein Hustenstiller

Lauter Wundermittel? Naja. Manche stehen im Verdacht in deinem Körper erheblichen Schaden anzurichten:

  • Paracetamol soll die Leber schädigen
  • Der Anti-Schnief-Stoff Doxylamin macht entsetzlich müde und kann zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks, bis hin zur Erblindung führen
  • Ephedrin verengt die Blutgefäße und kann den Blutdruck gefährlich erhöhen
  • Dextrometorphan, ein Verwandter von Opium, kann Vergiftungserscheinungen herbeiführen: Magen-Darm-Störungen, Übelkeit, Brechreiz

Zwar schreibt der Hersteller von Wick Medinait, dass sein Mittel "wirksam und nützlich für den von Erkältung geplagten Menschen" sei. Tests und Studien zeigen aber, dass viele Erkältungsmittel einfach gar nicht helfen. Und selbst Ärzte geben offen zu: "Eine gute Erkältung dauert mit oder ohne Arzt sieben Tage".

Wenn keine Mittel helfen, was soll man dann gegen eine Erkältung tun?

Einerseits: Am besten gar nicht erst krank werden. Eine Studie hat gezeigt, dass dreimal am Tag kaltes Wasser ins Gesicht zu spülen das Erkältungsrisiko um bis zu 80 Prozent senken kann.

Warmduscher können auch einfach ihre Freunde treffen. Tatsächlich konnte ein amerikanisches Forscherteam in einer Studie belegen, dass Einsamkeit mitverantwortlich für Erkältungen sein kann.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Stand: 09.01.2019, 06:00