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Doku von jungen Filmemachern kommt ins Kino

David Müller-Zitzke, Dennis Vogt, Michael Ginzburg.

"Projekt Antarktis"

Doku von jungen Filmemachern kommt ins Kino

Eine Doku in der Antarktis filmen, das ist ein kalter, ein sehr kalter Traum, den sich drei Filmemacher aus Bremerhaven erfüllt haben. Seit Donnerstag gibt es das Ergebnis im Kino: "Projekt Antarktis" heißt der Film und Michael Ginzburg – einer der drei Macher – erzählt, wie schwierig es ist, einen Film im ewigen Eis zu drehen.

Dokufilm "Projekt Antarktis"

COSMO | 28.10.2018 | 03:20 Min.

"Macht doch lieber etwas Vernünftiges!" Diesen Satz bekommen Tim David Müller-Zitzke, Dennis Vogt und Michael Ginzburg schon ihr Leben lang zu hören. Und das Unvernünftigste, was sie bislang in ihrem Leben gemacht haben – das kommt jetzt in die Kinos: Ihr erster Film: "Projekt Antarktis"! "Für uns ist die Antarktis eine Metapher für etwas schwer erreichbares und unvernünftiges", erzählt Michael Ginzburg. Mit ihrem Projekt haben sie sich – und auch gleich mal allen anderen – bewiesen, dass Träume wahr werden können, auch wenn sie überhaupt nicht vernünftig erscheinen.

Ein Mann filmt in der Antarktis. Im Hintergrund ist ein großes Schiff zu sehen.

Mit zehn Kisten voller Equipment hatten sie sich auf den Weg gemacht: von Bremen in die Antarktis – 14.000 Kilometer Strecke. Die Filmemacher wollten auf keinen Fall eine "klassische Naturdokumentation" drehen: 90 Minuten Pinguine und Eis, alles in Hochglanz, mit einem Sprecher aus dem Off, der die Weisheit an das Publikum weitergibt. "Wir wollten eine Reise in die Antarktis unternehmen, um zu zeigen, wie wir sie erleben", sagt Ginzburg. In dem Film stehen sie zum ersten Mal in ihrer Karriere nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera. "Wir sind wir selbst in dem Film, haben die Hosen runtergelassen und vieles aus unserem Leben preisgegeben."

Ein Mann liegt auf dem Eis und beobachtet Pinguine.

Auf die vierwöchige Reise haben sie sich lange vorbereitet. Bei der Ankunft in Buenos Aires, wo die Crew eigentlich nur umsteigen wollte in Richtung Ushaia, kam der erste Rückschlag: der Zoll beschlagnahmte ihr komplettes Equipment. "Spätestens da wurde uns klar: das ist nicht nur ein Abenteuer, das wird eine Grenzerfahrung werden", erinnert sich Michael Ginzburg. Einmal am Ziel angekommen hatten sie einen strikten Zeitplan, filmten was das Zeug hält und mussten sich ab und zu auch mal zwingen, inne zu halten und die beeindruckende Natur einfach mal auf sich wirken zu lassen. Am Ende ist dabei ein Kinofilm mit beeindruckenden Bildern herausgekommen und der Erkenntnis, dass es sich wirklich lohnt mal total unvernünftig zu sein.

Alle Daten zur Kino-Tour und mehr Infos gibt es unter:

Stand: 28.10.2018, 11:40