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Lesbos: Hilfe im Lager Moria

Blick durch einen Metallzaun auf weiße Zelte in der Sonne.

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Lesbos: Hilfe im Lager Moria

Auf der griechischen Insel Lesbos warten tausende Geflüchtete auf die Bearbeitung ihres Asylantrags. Joanna aus Berlin war im vergangenen Jahr zusammen mit ihrer Mutter und einer Freundin im Lager Moria, um den Menschen dort zu helfen. Was sie dort erlebt hat, erzählt sie im COSMO-Interview. Aus ihren Fotos von dort ist außerdem eine Ausstellung in Berlin geworden.

Auf der griechischen Insel Lesbos warten tausende Geflüchtete auf die Bearbeitung ihres Asylantrags. Viele wohnen im Transitcamp Moria unter katastrophalen Bedingungen. Das Camp ist für rund 3.000 Menschen ausgelegt. Doch derzeit leben dort nach Schätzungen von NGOs etwa 13.000 Menschen.

Nach einem Brand im Sommer 2019 wird die Lage für die Menschen dort immer prekärer. Die Lehrerin Joanna Judkowiak aus Berlin hat dort ein Jahr zuvor ehrenamtlich gearbeitet: „Ich habe nicht erwartet eine humanitäre Katastrophe vorzufinden, denn wir befanden uns ja immerhin noch auf europäischem Boden“, sagt sie im COSMO-Interview. Zusammen mit ihrer Mutter und einer Freundin hat sie dort mehrere NGOs unterstützt, etwa durch Übersetzungen.

Zwei Kinder in einem Zelt des Flüchtlingslagers Moria im Sommer 2018.

Ihre Erfahrungen und Eindrücke hat sie jetzt in einer Fotoausstellung verarbeitet. „Wir haben dort ganz oft gehört: ‚Erzählt den Menschen in Deutschland, dass wir leiden und nicht mehr können.‘ Und genau das will ich mit der Ausstellung tun.“ Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2020 im Lutherhaus in Berlin-Reinickendorf zu sehen.

Ein Mann, ein Baby und ein Mädchen schauen auf Müllsäcke im Flüchtlingslager Moria 2018.

Stand: 12.12.2019, 16:33