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DIY-Deo ohne Aluminium

DIY-Deo

Nachhaltigkeit

DIY-Deo ohne Aluminium

In vielen Deos stecken Stoffe, die nicht gut für Haut und Gesundheit sind, wie zum Beispiel Aluminium – aber auch viele andere Duft- und Zusatzstoffe. COSMO-Nachhaltigkeitsexpertin Shia Su kennt einen guten Trick, wie man sich solche Gefahren im wahrsten Sinne des Wortes vom Leib hält.

DIY-Deo ohne Aluminium

COSMO | 08.07.2018 | 05:15 Min.

Cosmo: Shia, warum sind manche Deos nicht so gut für die Haut?

Shia Su: Viele Deos sind sogenannte Antitranspirantien. Sie sollen die Schweißproduktion unterdrücken, dazu kommen Aluminiumsalze zum Einsatz. Die sorgen dafür, dass die Haut sich zusammenzieht und die Schweißkanäle sich dadurch verengen. Außerdem verstopfen sie die Schweißkanäle, zumindest eine Zeit lang. Klingt erstmal gut, aber blöd ist, dass Aluminium das Gehirn nachweislich schädigt. Wir nehmen Aluminium in vielen Formen auf und zu viel ist nicht gut. Ein 70kg schwerer Mensch schöpft mit einem aluminiumhaltigen Deo allein schon fast die akzeptable Tagesdosis voll aus.

Cosmo: Wie mache ich Deo selber? Was brauch ich dafür?

Shia Su: Das ist ganz einfach. Das Deo ist genial, das Rezept hab ich vom Do-It-Yourself-Blog Schwatz Katz. Du brauchst nur vier Zutaten und eine kleine Sprühflasche. Da kannst du natürlich eine alte Deo-Sprühflasche benutzen oder du kaufst dir eine leere Flasche in der Apotheke. Du mischst einfach 100ml abgekochtes und abgekühltes Wasser – abgekocht für die Haltbarkeit – und vermischst es mit einem Teelöffel Natron, acht bis zehn Tropfen ätherisches Limetten- oder Salbeiöl und zwei Tropfen Teebaumöl. Das Ganze füllst du in die Sprühflasche und fertig! Die Zubereitung dauert eine Minute. Die Zutaten kannst du leicht besorgen: Die Öle bekommst du in jedem Bioladen und Natron in der Backabteilung im Supermarkt.

Cosmo: Klappt das wirklich gut? Wie wirkt das überhaupt?

Shia Su: Das Deo ist genial! Es sorgt dafür, dass der Schweiß nicht zu stinken anfängt. Es ist nämlich gar nicht unser Schweiß, der stinkt, sondern die Ausscheidungen der Bakterien, die sich über unseren Schweiß hermachen. Unser selbstgemachtes Deo ist durch das Natron alkalisch. Den Bakterien auf unserer Haut ist dieser PH-Wert zu hoch. Dazu kommt auch, dass Teebaumöl antibakteriell wirkt. Das Limettenöl soll die Transpiration unterdrücken und riecht auch gut. Dieses Deo schlägt locker die meisten gekauften Deos, versprochen.

Cosmo: Wenn Natron so gut gegen Gerüche wirkt, kann man das nicht auch für andere Bereiche einsetzen?

Shia su: Ja, das geht super. Wenn du Stinkefüße hast, kannst du das selbstgemachte Deo auch auf deine Füße sprühen, das funktioniert auch. Du kannst auch Natron in deine Schuhe schütten – über Nacht eingewirkt lassen und am nächsten Tag ausgeschüttet, entfernt es den Fußgeruch. So bekommt man übrigens auch Gerüche aus Teppichen, man muss nur am nächsten Tag das Natron mit dem Staubsauger aufsaugen. In einem kleinen Tässchen im Kühlschrank neutralisiert es diesen typischen Kühlschrankgeruch. Etwas Natron mit im Waschmittelfach bekommt auch Muff aus Klamotten. Das ist ein richtiges Wundermittel gegen Gerüche aller Art.

Mehr Infos zu allen Themen rund um ein nachhaltiges Leben gibt es auf Shia Sus Blog.

Stand: 08.07.2018, 15:40