Die Mutterstadt

Kapstadt

Cities - Kapstadt

Die Mutterstadt

Von Julia Trahms

Kapstadt ist die älteste Stadt Südafrikas und trägt unter Einheimischen und Touristen deswegen den liebevollen Spitznamen "Moederstad".

Cities - Kapstadt

COSMO | 13.03.2018 | 08:31 Min.

Kapstadt lockt gerade im europäischen Winter viele Touristen an: In Südafrika ist dann Sommer, herrlich warme Temperaturen, ein günstiger Wechselkurs und nur eine Stunde Zeitunterschied sorgen für einen Touristenboom. Die warmen Temperaturen haben aber auch eine Kehrseite: Denn seit einigen Jahren hat es in der Region rund um Kapstadt nicht mehr genug geregnet. Und so geht Kapstadt jetzt das Wasser aus.

Kapstadt, die Stadt ohne Wasser

Wohin man auch geht: Überall stehen Schilder "Save water now". Und das betrifft sowohl die vier Millionen Kapstädter, als auch die Touristen. In den Toiletten hängen Spender mit Desinfektionsmitteln - statt Händewaschen. Man bekommt sein Getränk in der Flasche, denn ein Glas müsste man abwaschen. Viele Hotelpools bleiben leer. Derzeit darf jeder nur noch 50 Liter Wasser am Tag verbrauchen. Zum Vergleich: In Deutschland nutzt jeder durchschnittlich 120 Liter Wasser am Tag.

Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA)

Die neueste Sehenswürdigkeit in Kapstadt steht an der Waterfront, dem umgebauten Hafen von Kapstadt. Das MOCAA hat erst im Herbst vergangenen Jahres seine Pforten geöffnet und erstaunt schon von außen durch seine spektakuläre Architektur. Es ist ein altes Getreidesilo, das hier zu einem Museum umgebaut wurde. Das MOCAA zeigt zeitgenössische afrikanische Kunst jenseits von traditioneller Afrika-Romantik.

Township Langa

Wer sich jenseits der hübschen Strände und der doch überwiegend weiß geprägten Sehenswürdigkeiten einmal das farbige Südafrika anschauen möchte, dem sei ein Ausflug in das Township Langa empfohlen. Langa ist das älteste Township von Kapstadt und auch für Weiße relativ sicher. Geführte Touren geben einen Eindruck, wie die farbigen Südafrikaner hier leben.

Kapstadt Schafskopf kochen

Kochschule "Eziko"

Die Kochschule "Eziko" mitten im Township Langa bietet neben einem Restaurant auch Kochkurse für Touristen an. Sie lernen zu kochen, was einer der größten Volksstämme am Kap, die Xhosa, traditionell essen. Zum Beispiel "Pap", einen Maisbrei ähnlich der italienischen Polenta, der sowohl zum Frühstück als auch zum Mittag- oder Abendessen gegessen wird. Ein besonderes kulinarisches Erlebnis ist der "Smiley", ein gekochter Schafskopf, der so heißt, weil sich seine Mundwinkel nach oben ziehen, wenn er gar ist. In Salz getunkt wird er traditionell zunächst von den Männern gegessen. Sie sollen gestärkt werden, um die Familie bei einem Angriff bestmöglich zu verteidigen.

Stand: 13.03.2018, 10:00