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Jordanien: Antikes Petra, hippes Amman

Jordanien: Antikes Petra, hippes Amman

Von Cornelia Wegerhoff

Ein Königreich für einen spannenden Urlaub: Jordanien!  Die Macher des weltbekannten Reiseführers Lonely Planet haben Jordanien 2019 auf Platz 6 der zehn weltweit "faszinierendsten Urlaubsziele" gelistet. Mit Recht.

Jordanien: Antikes Petra, hippes Amman

Auf den Spuren von Indiana Jones: Durch diese enge Schlucht, den sogenannten Siq, geht es in die verlassene Stadt Petra. Die Felsen ragen hier über hundert Meter über den Köpfen der Touristen in die Höhe. Und an der engsten Stelle ist der Durchgang nur drei Meter breit. Im Siq sind aber auch schon kleine Götterfiguren und Grabnischen zu sehen, die vor mehr als 2000 Jahren in den Stein geschlagen wurden.

Auf den Spuren von Indiana Jones: Durch diese enge Schlucht, den sogenannten Siq, geht es in die verlassene Stadt Petra. Die Felsen ragen hier über hundert Meter über den Köpfen der Touristen in die Höhe. Und an der engsten Stelle ist der Durchgang nur drei Meter breit. Im Siq sind aber auch schon kleine Götterfiguren und Grabnischen zu sehen, die vor mehr als 2000 Jahren in den Stein geschlagen wurden.

Wer möchte, kann für die Strecke bis zur antiken Stadt auch ein typisch orientalisches Fortbewegungsmittel nutzen und mit dem Kamel reiten. Außerdem werden Esel, Pferde, Kutschen und sogar kleine Elektrowagen angeboten.

Das legendäre Schatzhaus. Hier suchte Indiana Jones nach dem Heiligen Gral. Die Hollywood-Kulissen sind UNESCO-Weltkulturerbe und wurden vom antiken Volk der Nabatäer gebaut. Allerdings versteckten sie hier gar nicht ihre Schätze. Es heißt, dass einer der antiken Könige hier seine Frau bestattet hat.

Aber es gibt noch viel mehr zu sehen. Die antike Felsenstadt Petra ist auf mehr als 40 Quadratkilometer verteilt. Überall sind Ruinen von Tempeln wie hier das Qasr al-Bint, das sogenannte Mädchenschloss zu sehen. Es gibt sogar ein antikes Theater, das einst 4000 Besuchern Platz bot.

In der Nähe der alten Säulenstraße verkauft Hind ihre selbstgenähten Puppen. Sie gehört zu den 25 Beduinen-Familien, die immer noch in der Nähe von Petra wohnen. Früher lebten sie in den alten Felshöhlen. Die jungen Beduinen erzählen, dass sie sich auch heute noch gerne in den Höhlen treffen. Gegen ein Leben in der Stadt wollen sie ihr einfaches Leben inmitten der Natur nicht tauschen.

Warten auf die nächste Kundschaft: Dieser Junge "parkt" mit seinem Esel in Sichtweite der Königsgräber. Mit ein bisschen Kondition und gutem Schuhwerk kann man zu ihnen hinaufklettern. Die beste Aussicht auf Petra haben Besucher aber vom sogenannten Kloster. Über hunderte Stufen geht es hinauf auf schwindelerregende Höhen. Zusammen mit den anderen Besichtigungen ist das alles an einem Tag kaum zu schaffen. Wer zwei Tage Zeit hat, kann am frühen Morgen die Ruhe genießen. Die Touristenbusse kommen erst am späten Vormittag.

Vom beschaulichen Leben in Petra in die pulsierende Hauptstadt Jordaniens: Amman. Das weiße Häusermeer hat sich längst über viel mehr als nur sieben Hügel ausgebreitet. Im Großraum von Amman leben inzwischen rund vier Millionen Menschen.

Auch in Amman gibt es antikes Kulturerbe zu bewundern. Auf dem Zitadellenhügel befinden sich die Säulen eines römischen Tempels, der dem Gott Herkules geweiht gewesen sein soll. Zwischen den Ruinen hat man den besten Blick auf Amman.

Amman hat im wahrsten Sinne des Wortes eine bunte Kulturszene. Überall in der Stadt finden sich bunte Graffiti. Die jungen Künstler nehmen dabei die Traditionen des Landes in ihre Motive auf.

Dieses Bild entstand beim jährlichen Streetart-Festival "Baladak". Die Stadtverwaltung von Amman stellt dabei eigens freie Flächen für die Künstler zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr war die Künstlerin Dalal Metwalli beim Baladak-Festival dabei. "Diese Frau gibt's überall hier auf der Straße", erklärt sie ihr Graffiti. "Ihr Gewand ist schwarz, aber die bunten Farben sollen zeigen, wie vielfältig ihr Charakter ist."

Bei "Hashem" werden rund um die Uhr frische Falafel zubereitet. Sogar der jordanische König kommt regelmäßig vorbei, um hier zu essen. Falafel bestehen aus einem Kichererbsen-Brei, frischen Kräutern und Gewürzen.

Stand: 09.04.2019, 09:04 Uhr