Skellig Islands - 600 Stufen zu einem magischen Ort

Little Skellig und Skellig Michael

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Skellig Islands - 600 Stufen zu einem magischen Ort

Von Sabine Loeprick

Sie liegen rund 12 Kilometer von der Küste Südwestirlands entfernt und sind nur bei gutem Wetter mit kleinen Fischerbooten zu erreichen. Fast unwirklich ragen sie mit ihren steilen Klippen aus dem Atlantik empor - die beiden Skellig Islands.

Während die kleinere Insel (Little Skellig) in den Sommermonaten das Zuhause von rund 60.000 Basstölpeln ist, liegt auf Skellig Michael eines der bekanntesten, jedoch am schwersten zugänglichen mittelalterlichen Klöster. Das wurde vermutlich im 7. Jahrhundert an fast der höchsten Stelle der Insel gebaut und besteht aus einer Ansammlung von bienenkorbähnlichen Gebäuden aus übereinander geschichteten Steinen (Trockenmauerbauweise). Wenig weiß man über das vermutlich äußerst harte Leben der Klostergemeinschaft auf der windumtosten Insel im Atlantik. Aus der Zeit gibt es so gut wie keine schriftlichen Dokumente. Seit 1996 ist die Mönchssiedlung UNESCO-Welterbe und so darf täglich nur eine begrenzte Zahl von Besuchern auf die Insel kommen.

Wer es hierher geschafft hat, sieht sich der eigentlichen Herausforderung gegenüber: zum Kloster führen 600 uralte Steinstufen. Geländer? Fehlanzeige! Nichts also für Menschen mit Höhenangst oder nicht Schwindelfreie. Wer es hinauf schafft, wird sich in der uralten Klosteranlage wie an einem magischen Ort fühlen - und auch ein ganz klein wenig wie Luke Skywalker. Der nämlich hat sich im "Erwachen der Macht" hierher zurückgezogen - auf Skellig Michael wurden einige Sequenzen des Films gedreht.

Papageientaucher auf den Skellig-Inseln

Papageientaucher auf den Skellig-Inseln

Logisch, dass es seitdem reichlich "Star Wars"-Fans in diesen Winkel Irlands zieht und so manches Selfie mit Plüschyoda auf der Schulter oder Laserschwert vor der spektakulären Kulisse gemacht wird. Vielleicht also einfach ein paar Schritte weiter gehen, die anderen Inselbesucher hinter sich lassen und Meeresrauschen und Seevögelkreischen auf sich wirken lassen. Und es genießen, wenn einer der zahllosen Papageientaucher auf der Insel plötzlich ganz dicht neben einem landet.

Stand: 08.05.2017, 12:34