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Exotisches Eiland im englischen Süden 

Isle of Wight

Cities - Isle of Wight

Exotisches Eiland im englischen Süden 

Mediterrane Temperaturen und traumhafte Buchten - ist das noch England?  Die Isle of Wight ist zwar nur einen Steinwurf vom englischen Festland entfernt, wer aber den Schritt auf die Fähre wagt, manövriert sich in eine andere Welt.

Cities - Isle of Wight

COSMO 12.11.2019 10:38 Min. Verfügbar bis 11.11.2020 COSMO

Das Klima im Süden der Insel erinnert eher an die Balearen statt Britannien. Verantwortlich dafür ist ein Landstrich aus Kreidefelsen, der Schlechtwetterfronten abhält. So lässt es sich im Frühling und Sommer frei von Sorgen um den typisch britischen schlagartigen Wetterumschwung an goldenen Sandstränden fläzen.

Dieses Mikroklima hinterlässt seine sichtbarsten Spuren im botanischen Garten des Örtchens Ventnor. Im "heißesten Garten Englands" wachsen exotische Pflanzen aus Andenregionen bis Australien.

Hippie-Mekka Ende der 60er

Besonders extravagant wurde es auf der Insel in den Jahren 1968 bis 1970. Das Idyll wich für ein paar Tage im August einer Schlammwüste und ordentlich Krawumm, was Rockfans aus aller Welt in Ekstase versetzte. Eigentlich sollte Geld für ein Hallenbad für die Insel gesammelt werden, stattdessen entstand das Isle-of-Wight-Festival, das bis heute seinesgleichen sucht. Den Höhepunkt erreichte das Festival 1970 mit höheren Besucherzahlen als beim Woodstock im Jahr zuvor. An Jimi Hendrix‘ legendären Auftritt erinnert heute noch eine Bronzestatue, die ihren Blick auf die Hügel des Geschehens richtet. 2002 wurde das Festival wiederbelebt, ist aber heute allerdings nicht mehr ganz so spektakulär.

Weiter geht's mit der viktorianischen Dampfeisenbahn

Ganz nostalgisch darf jeder werden, der eine Fahrt auf der historischen Dampfeisenbahn unternimmt. Übrig geblieben von einem rund 55 Meilen langen Schienennetz in den 1950ern sind gerade einmal fünf Meilen. Eine halbe Stunde dauert die Fahrt mit nur vier Haltestellen. Queen Victoria höchstpersönlich ließ sich ihrerzeit in den tannengrünen Wagons, die mit Teppichen und breiten Sitzen ausgestattet sind, durch die Landschaft fahren.

Dolce Vita schnuppern Victoria und Albert's Palast

Einer der Sightseeing-Höhepunkte der Insel ist das "Osborne House", die Sommerresidenz von Königin Viktoria und Prinz Albert, gebaut im Stil italienischer Palazzi. Errichtet wurde das Anwesen nach Alberts Entwurf, der durch seine Reisen nach Florenz, Rom und Neapel inspiriert war. Die prunkvollen königlichen Privatgemächer sind heute für Touristen zugänglich.

Vom Privatstrand des Anwesens aus ist die Küste von Portsmouth zu sehen. Höchstens der Blick auf den modernen Industriehafen erinnert daran, dass man sich auf der Isle of Wight eigentlich immer noch in England befindet.

Stand: 11.11.2019, 10:00