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4 Blocks - Gangsterserie beleuchtet Berliner Kiez

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4 Blocks - Gangsterserie beleuchtet Berliner Kiez

Von Emily Thomey

Die erste Staffel der Berliner Gangstergeschichte hat richtig viele Preise abgeräumt, u.a. den Deutschen Fernsehpreis. Ab heute können wir die zweite Staffel auf TNT Serie sehen und wieder dreht sich die Geschichte um den Familienclan der Hamadys, die in Berlin Koks verticken, Stripclubs und Kasinos betreiben und Schutzgeld eintreiben.

Wie die vielen anderen "4 Blocks"-Fans war ich sehr gespannt auf die zweite Staffel, weil die erste ja dramatisch geendet ist, mit einem Toten unter den Hauptrollen und Gefängnis für einen anderen. Aber die zweite Staffel läuft erstaunlich langsam an und das, obwohl Clanchef Toni Hamady und seine Gang jetzt direkt von Beirut aus mit Koks beliefert werden und damit die Karriereleiter im Drogen-Business aufgestiegen sind: "Die Familie wird wachsen. Berlin gehört jetzt uns. Ab jetzt spielen wir Championsleague.

Wir werden das beste Material verticken, dass man in Berlin kriegen kann. Das wird Mohammed nicht gefallen aber wenn wir jetzt keinen Fehler machen, dann kommt keiner an uns vorbei." Der neue Bandenkrieg zwischen Tonis Leuten und denen von Mohammeds Familie ist also vorprogrammiert. Dazwischen versucht die Polizei die Gangster ihnen ihre kriminellen Machenschaften nachzuweisen.

Aufbau einer "sauberen" Existenz

In der ersten Staffel gab es viele Storylines, die sich auch um die Frauen der Hamady Familie gedreht haben. In der zweiten Staffel sind alle drei: Ewa, Amara und Kalila sind wieder dabei und weiterhin mit ihren Männern zusammen. Nur Kalila, die Frau von Toni, ist mit der Tochter ausgezogen und versucht den Angeboten von Toni zu widerstehen: "Mach dir nichts vor. Du steckt tiefer drin als jemals zuvor. Du warst auf dem Weg raus. Und jetzt?"

Jetzt versucht Toni sich weiterhin mit Immobilien andere Standbeine aufzubauen, um letztlich irgendwann "sauber" zu werden, wie er das nennt. Aber gerade ist er ziemlich arm dran, trinkt ein bisschen viel, nimmt Tabletten und sieht nicht gut aus.

Frauen als schmückendes Beiwerk

Die Serie ist definitiv nichts für meine feministische Seite: Die Frauen sind zwar durchaus stark aber letztlich schmückendes Beiwerk, reden wenn überhaupt dann über ihre Männer oder versuchen zu kitten, was diese mit ihren Geschäften kaputt machen. Krass ist auch, dass die Realität in Berlin die Fiktion quasi überholt: Im Juli erst wurden Immobilien einer arabische Großfamilie in Neukölln beschlagnahmt, weil das Geld für die Gebäude aus Drogenhandel stammen soll.

Aber die Bilder machen auch in der zweiten Staffel wieder richtig Spaß und Gangster-Serien-Fans werden auf ihre Kosten kommen. Die erste Staffel hat allerdings einen viel höheren Suchtfaktor. Mehr über die Serie hört ihr in der kommenden Folge von "Glotz und Gloria", dem Serienpodcast von WDR Cosmo.

Stand: 11.10.2018, 10:00