Live hören
Jetzt läuft: Stronger von Kanye West

Kurzfilm über den siebenjährigen "Yung Lenox", der die HipHop-Szene porträtiert

Doku: "Live fast, draw yung" - Lenox vor poppigem Hintergrund, Videostill

Flimmern - Sehenswertes aus Netz und TV

Kurzfilm über den siebenjährigen "Yung Lenox", der die HipHop-Szene porträtiert

Von Christian Werthschulte

Der Kurzfilm "Live fast, draw yung" porträtiert den Siebenjährigen "Yung Lenox", der die HipHop-Szene zeichnet.

Kinder mit einem besonderen Talent haben es nicht immer leicht. Das erfährt auch Yung Lenox, die Hauptfigur der Kurzdoku "Live fast, draw yung".  Sein Lieblingsrapper ist Doctor Octagon, denn der rappt über "Doo Doo Pistols", also "Kackepistolen". Und weil ihn Rapper und ihre Cover an Superhelden erinnern, malt Lenox sie. Als "Yung Lenox" ist er auf Instagram bekannt, seine Zeichnungen sind schon auf Galerien und Kunstmessen ausgestellt worden. Und viele seiner Idole hat er auch schon getroffen – von Cam’ron über den Wu-Tang-Clan bis zu Doctor Octagon.

Mit dem Zeichnen angefangen hat Lenox aber wegen seines Vaters Skip. Der ist großer HipHop-Fan. Und er hat eines Tages gemerkt, dass sein Sohn Spaß am Zeichnen hatte. Also hat Lenox‘ Vater dieses Talent gefördert und seinem Sohn etwa eine professionelle Workstation für Grafik eingerichtet. "Ich war sehr unsicher, während ich aufgewachsen bin. Ich konnte nicht gut skaten oder malen", sagt er. "Ich dachte, wenn jemand in etwas gut, dann ist das angeboren. Ich möchte deshalb, dass mein Sohn sich wohl damit fühlt, wenn er kreativ ist und nicht wie ein Kind, das beim Sport immer als letztes gewählt wird." Und das scheint auch funktioniert zu haben. Lenox sagt von sich "Ich bin ein Künstler."

Aber Skip hat sich auch viele Vorwürfe anhören müssen, weil sein Sohn ein kleiner Star in der HipHop-Szene ist: Zum einen, weil HipHop ja nicht immer so wirklich für Kinderohren gemacht ist. Es geht in den Texten von Lenox‘ Lieblings-Rappern sehr explizit um Sex und Kriminalität. Das gibt auch Vater Skip zu. Aber schwieriger findet er einen anderen Vorwurf: Er würde Lenox ausnutzen: "Mit dem Erfolg kamen auch negative Dinge. Ich habe Kommentare erhalten, dass ich Lenox Dinge zeichnen lasse, auf die er keine Lust hat. Oder dass ich Frauen damit aufreiße. Fast so als wäre ich eine Eislaufmutter oder ein Ausbeuterbetrieb." Lenox‘ Mutter sieht das anders. Sie findet, dass ihr Mann und ihr Sohn ein gutes Team sind, weil ihr Mann die Kunst seines Sohns so ernst wie einen Beruf nimmt. Und Lenox macht es Spaß. Als "Live fast, draw yung" gedreht wurde, war er sieben Jahre alt. Heute ist er dreizehn – und zeichnet immer noch.

Dieses Element beinhaltet Daten von Instagram. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Stand: 03.01.2020, 06:00