Screenshot "Buba" mit Bjarne Mädel

Flimmern - Sehenswertes aus Netz und TV

"Buba" - Spin Off von "How To Sell Drugs Online (Fast)"

Stand: 05.08.2022, 09:58 Uhr

Das Spin-Off zur Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)" ist dem Kleinkriminellen Buba gespielt von Bjarne Mädel gewidmet und funktioniert als eigenständige Geschichte anders als der Netflixserienhit.

Von Emily Thomey

Ihr kennt ihn vermutlich alle. Er war jahrelang der Tatortreiniger, hat in diversen Filmen und Serien mitgespielt und in der Netflix-Erfolgsserie "How To Sell Drugs Online (Fast)" einen kurzen, aber legendären Auftritt: Bjarne Mädel alias Buba. So hieß er als kleinkrimineller Bösewicht in "How To Sell Drugs Online (Fast)". In der Serie haben, wie der Titel schon verrät. ein paar Jugendliche ein Onlinedrogengeschäft aufgezogen und Buba findet das gar nicht lustig, weil er selbst mit Drogen Geld macht. Aus Versehen erschießt er sich dann aber selbst. Ein viel zu kurzer Auftritt, deswegen könnt ihr jetzt das Spin-Off zur Serie sehen: Einen Spielfilm über Bubas Lebensgeschichte.

Der Film "Buba" ist genauso wie die Serie sehr lustig und leicht erzählt. Produziert hat beides die bildundtonfabrik aus Köln und am Drehbuch hat auch jeweils Sebastian Colley mitgeschrieben. Aber dann ist der Film schon eine ganz eigene Geschichte, die ganz vorne in Bubas Leben beginnt. Als seine Eltern bei einem Autounfall sterben und sein Bruder Dante nur knapp und mit vielen körperlichen Leiden überlebt, setzt sich bei Buba ein unheilvolles Lebensmotto fest: "Es war ganz klar: Wenn es mir zu gut geht, dann passieren schlimme Dinge. Also muss ich dafür sorgen, dass es mir schlecht geht." Mit diesem Motto lebt er ein ziemlich schmerzhaftes Leben als Stuntman in einem Westernfreizeitpark, stiehlt und betrügt sonst mit seinem Bruder Dante zusammen - alles aber im kleinem Stil. Bis die beiden dann auf eine Mafiafamilie stoßen, die richtig kriminell unterwegs ist.

Sprich: Schutzgeld, Drogengeschäfte und zur Not auch über Leichen gehen. Wobei auch hier nichts so düster zu geht, wie es klingt. Der große Boss der Gang - Doro, gespielt von Maren Kroymann - kommt mit Drohungen gut durch und isst den Rest der Zeit in Ruhe Kuchen. Buba übernimmt die vielen schmerzhaften Jobs, prügelt sich für Schutzgeld - alles immer mit dem Ziel, dass es ihm schlecht geht, damit es den anderen und vor allem seinem Bruder gut geht. Bis er sich dann eines Tages in die Tattowiererin Jule verliebt. Das ist einerseits gut, weil Tattoos vor allem am Fuß weh tun. Aber sich verlieben ist natürlich was Schönes und deswegen muss Buba sich ganz besonders viele Tattoos machen lassen und auch sonst richtig viel Streit anzetteln.

Bei "Buba" kommt alles anders als gedacht, der Film macht viele interessante Wendungen und hat aber sonst vor allem ein Ziel: leichte Unterhaltung ohne viel tieferen Sinn. Das funktioniert in der Spielfilmlänge gut und tut zum Glück gar nicht weh.