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Beat - Zwischen Club und Kriminalität

Beat Serie

Flimmern - Sehenswertes aus Netz und TV

Beat - Zwischen Club und Kriminalität

Von Emily Thomey

Das Berliner Nachtleben ist international berühmt. Menschen reisen von weit her an, um bis in die Morgenstunde oder sogar tagelang zu pumpenden Bässen in Kellergewölben zu tanzen.

Für die neue Serie "Beat" ist das Clubleben aber vor allem Ausgangspunkt für eine abgefahrene Geschichte über organisierte Kriminalität und dessen Bekämpfung. Hier wird nicht nur mit Drogen gehandelt, sondern auch mit Menschen, Waffen und Organen. Das zumindest verrät uns die Ankündigung über den Inhalt der Serie.

Beat Serie

Was passiert, bleibt offen

In der ersten Folge, die im Vorfeld zu sehen war, wird bis fast ganz zum Schluss überhaupt nicht klar, worum es geht. Wir sehen Robert Schlag - genannt "Beat" - im Club umherirren, mal mit russischen Kriminellen feiern und dann wieder mit Ermittlern sprechen, die ihn gewählt haben, weil er die Szene kennt, ein Insider ist und damit für den Geheimdienst von unschätzbarem Wert. Wie "Beat" da hereingeraten ist, bleibt allerdings erstmal unklar.

Die dunkle Seite des Nachtlebens

Dennoch: Er kennt Philipp Vossberg, der zwar geschniegelt und sauber daher kommt, aber sein Geld auf illegale Weise macht. Für ihn ist Beat nur Mittel zum Zweck und das sagt er auch ganz offen: "Die Kernfrage lautet: Können wir einander gut benutzen. Was versprichst du dir von mir? Und wie kannst du umgekehrt mir nützlich sein." Auf der anderen Seite trifft sich Beat mit Emilia, die für den Geheimdienst Informationen über die Russen und Vossberg braucht. Beat ist sich aber noch gar nicht sicher, wem er überhaupt vertrauen kann.

Beat Serie

Serie mit Suchtpotential

Viel Spannung der Serie baut sich gerade dadurch auf, dass wir als Zuschauer vor allem im Nebel gelassen werden. Nach nur einer Folge ist schwer einzuschätzen, ob sich das noch ändert. Was man jetzt schon sagen kann: Die Kameraführung und die Bilder machen großen Spaß, es gibt viele rasante Fahrten, ungewöhnliche Einstellungen und Wendungen in der Geschichte und Farben, die den ganzen Glamour des Clubs einfangen.

Die Schauspieler, wie Karoline Herfurth als Emilia oder Jannis Niewöhner als Beat, sind gut und glaubhaft. Man hat definitiv Lust weiterzuschauen. Der Chef vom Geheimdienst sagt passenderweise an einer Stelle etwas, was auch auf die Serie zutrifft: "Welche Tage gut waren und welche schlecht, wird man vermutlich erst am Ende aller Tage wirklich beurteilen können." Ob die neue Serie "Beat" also wirklich gut ist, werden wir sehen, wenn wir dann alle Folgen geschaut haben.

Stand: 09.11.2018, 12:26