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"Bboys & Bgirls Africa" - Breakdanceszene in Afrika

BBoys and Bgirls in Africa

Flimmern - Sehenswertes aus Netz und TV

"Bboys & Bgirls Africa" - Breakdanceszene in Afrika

Von Emily Thomey

Breakdance hat vor gefühlten Ewigkeiten die Welt erobert. Natürlich auch den afrikanischen Kontinent. Die Webserie "Bboys & Bgirls Africa" besucht die Szene im Kongo, Südafrika, Marokko und Co.

"Breaking", wie Breakdance in der Szene eigentlich genannt - also die akrobatischen Moves der afroamerikanischen Kids aus den USA, aus der Bronx der 70er Jahre - ist schon längst nicht mehr nur Subkultur. Soweit so bekannt. 2024 wird Breakdance sogar bei den olympischen Spielen in Paris eine Disziplin werden. Das kann man gut und doof finden - Schlagwort: Ausverkauf der Subkultur.

Subkultur ist im Mainstram angekommen

Für viele Breaker und Breakerinnen ist das aber auch eine Chance, findet Cruzy in der Webdoku "Bboys & Bgirls Africa". Sie ist eine der bekanntesten Breakerinnen Nigerias und freut sich über die Aufmerksamkeit, die damit auf den Sport und den Lifestyle gezogen wird. Schließlich geht es für die Tanzenden auch darum, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und wer richtig gut breaken will, muss viele Stunden trainieren.

Vom Breakbeat zum Afrobeat

Cruzy ist eine der immer noch eher wenigen Frauen, die wir in der Doku-Serie "Bboys & Bgirls Africa" sehen. Sie hat viele - auch internationale - Wettkämpfe gewonnen und ist damit ein wichtiges Vorbild. Natürlich tanzt sie genauso wie ihre männlichen Kollegen mittlerweile nicht nur zu Breakbeats, sondern auch zum gerade kurz gehörten Afrobeat, eine der wichtigsten nigerianischen Musikstile.

Legenden des Breakdance

In der Webserie sind aber nicht nur die gerade angesagten Breaker und Breakinnen aus Afrika, sondern schaut auch in einigen Ländern in die Vergangenheit, trifft Breaking-Legenden aus Südafrika oder Marokko. In Marokko gehört dazu HaTouTa dazu. Er ist so eine Art Michael Jordan in Casablanca - sogar Menschen, die nichts mit Breaking zu tun haben, kennen ihn dort, sagt LiloZoo. Er ist selbst mittlerweile eine Legende, HaTouTa ist einer seiner Idole gewesen als er mit Breaking angefangen hat. HaTouTa ist relativ klein von seiner Statur und so hat LilZoo richtig gebetet, selbst nicht in die Höhe zu wachsen.

Breaking statt Drogen

Breaking ist wie auch damals in der Bronx für viele Kinder und Jugendlichen die Rettung aus sonst echt bitteren Lebensumständen. Ob in Kapstadt, Lagos oder Goma im Kongo ist Breaking eine alternative Beschäftigung zu Drogen und kann eben auch zu einem Lebensunterhalt werden, wenn die Tanzenden sich professionalisieren und vielleicht irgendwann bei Olympia mittanzen.

Stand: 08.10.2021, 11:00