Sven Pfizenmaier

Sven Pfizenmaier - "Draußen feiern die Leute"

Ein wachsendes Dorf in Niedersachsen, in dem Jugendliche verschwinden. Eine Eule, die Drogen verkauft. Ein Junge, der Pflanzenarme hat. Eine Großmutter, die 170 Jahre alt ist. Und eine Geschichte, die zwischen Realität und Fantasie balanciert. Das ist es, was das neue Buch von Sven Pfizenmaier so spannend macht.

Von Mona Ameziane

"Draußen feiern die Leute" erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die anders sind. Richard hat eine lähmende und langweilende Wirkung auf sein Umfeld, Valerie schläft manchmal einen Monat oder länger und kann nicht aufwachen und Timo sieht aus, wie eine wild gewachsene Pflanze. 

Während die Gemeinde das alljährliche Zwiebelfest feiert, machen die drei sich auf die Suche nach Flora und den anderen, die in letzter Zeit spurlos verschwunden sind. Ihr Weg führt sie nach Hannover, zu einem gefürchteten Drogenboss in Adiletten und zur großen Frage, wie man aus dem eigenen Leben ausbrechen und woanders neu anfangen kann. 

Sven Pfizenmaier hat eine Geschichte geschrieben, die auf lässige Art mystisch ist und die Grenzen von Fantasie und Realität verwischt. Das Buch war zu recht in diesem Jahr für den Debütpreis der LitCologne nominiert. In der Lesung sprechen wir über die Schönheit von Dorffesten, über Inspiration und die Frage, was Anderssein mit uns macht und wie wir als Gesellschaft mit Menschen umgehen, die nicht der Norm entsprechen. 

Das Buch in einem Satz

​Drei Jugendliche aus der niedersächsischen Provinz machen sich auf die Suche nach denjenigen, die plötzlich verschwunden sind, und entdecken dabei, dass ihr Anderssein nicht das Verrückteste ist, was diese Welt zu bieten hat. 

Besonders weil

...es selten passiert, dass ein Text gleichzeitig ironisch und leicht überdreht, aber auch tiefgründig und ernst sein kann. 

Für Fans von

Büchern, die zwischen Welten wandeln und in denen Übernatürliches mit purer Realität vermischt wird.