Max Osswald

Max Osswald - "Von hier betrachtet sieht das scheiße aus"

Ben ist 29 Jahre alt, arbeitet als Wirtschaftsprüfer und steht kurz vor der Beförderung. Das Problem: er hasst nicht nur seinen Chef, seine Kolleg*innen und seinen Job, sondern eigentlich auch alles andere in seinem Leben. Also beschließt er, einen Auftragsmörder zu bezahlen, der ihn in 50 Tagen umbringen soll. 

Von Mona Ameziane

Das ist der Plot im ersten Buch von Comedian Max Osswald und wie man es an der kurzen Zusammenfassung erahnen kann, ist dieses Buch nicht nur witzig. Es geht um Leistungsdruck in unserer Gesellschaft, um die Frage nach dem Sinn von harter Arbeit, um Vergänglichkeit und eine Hauptfigur, die – im wahrsten Sinne des Wortes – lebensmüde ist. Im Laufe der Geschichte begleiten wir Ben dabei, wie er in seinen letzten 50 Tagen beginnt, gewohnte Denkmuster, Routinen und Pflichten abzulegen und wie sich sein Alltag dadurch komplett wandelt. Aber irgendwann rückt sein Todestag immer näher...

Max Osswald liest "Von hier betrachtet sieht das scheiße aus"

1LIVE Stories. 19.06.2022 52:57 Min. Verfügbar bis 19.06.2023 1LIVE


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Max Osswald, der selbst BWL studiert und in der Wirtschaftsprüfung gearbeitet hat, hat es geschafft, ein Buch zu schreiben, das einen über den eigenen Lebensstil nachdenken lässt und das sich trotzdem weit weg anfühlt von jeder Realität. Wer würde schon 40.000 Euro bezahlen, um einen Auftragsmörder für sich selbst zu engagieren? Der genervte Wirtschaftsprüfer Ben, bei dem man natürlich wissen will, wie er seine letzten 50 Tage verbringt und was es mit einem Menschen macht, wenn ihm plötzlich alles egal sein kann. 

In der Lesung sprechen wir über Max' ungeraden Weg zum Buchautor, über Leistungsdruck, Vergänglichkeit und die große Frage, wofür es sich zu leben lohnt.

Das Buch in einem Satz
Ein 29-Jähriger hat sein Leben so satt, dass er einen Auftragsmörder engagiert, der ihn in 50 Tagen - auf welche Art auch immer - umbringen soll. 

Besonders weil
Das Buch nicht auf Pointe geschrieben ist und der Text trotzdem voller Pointen steckt. 

Für Fans von
Büchern, die der Gesellschaft den Spiegel vorhalten, ohne dass man sich dabei schlecht fühlt.