Laura Dürrschmidt - Es gibt keine Wale im Wilmersee

Laura Dürrschmidt

Laura Dürrschmidt - Es gibt keine Wale im Wilmersee

Kalte Füße, dunkle Nachmittage, Regen, Nebel, kahle Bäume. Das alles erwartet uns in den kommenden Wochen. Und was brauchen wir unbedingt für diesen schmuddeligen Übergang von Herbst zu Winter? Richtig: das perfekte Buch. Und Laura Dürrschmidt hat es geschrieben!

In dem Winter, in dem die Erzählerin acht Jahre alt ist, friert der Wilmersee zu und sie versucht mit ihrer Zwillingsschwester Alice über die Fläche bis auf die kleine Waldinsel zu laufen. Als das Eis einbricht, kann nur eine der beiden gerettet werden und während Alice ihr Leben verliert, verliert die Schwester ihren  Namen. Von einem Tag auf den anderen ist die Familie nicht mehr das, was sie einmal war. Erst verschwindet der Vater, dann die Mutter und irgendwann, an einem Tag im Herbst, steht plötzlich Jora vor der Tür. Niemand weiß, wer sie ist, wo sie herkommt, was sie will. Und niemand ist sich sicher, ob die Geschichten, die sie erzählt, wahr sind oder nicht. 

Laura Dürrschmidt ist im Jahr 1994 in Seligstadt in Hessen geboren und aufgewachsen. Ihr erstes Buch kommt ohne Action aus und bewegt einen beim Lesen trotzdem. Die Geschichte lebt von der schönen Sprache, vom Geheimnis und den Erinnerungen der Erzählerin ohne Namen. In der Lesung sprechen wir über den Weg zum Wilmersee, über die Wissenschaft hinter Büchern, über Frauen in der Buchwelt, die Macht von Wasser und die nötige Tiefe beim Schreiben. 

Das Buch in einem Satz

Ein Mädchen verliert erst ihren Namen im Wasser, dann ihre Eltern ans Leben und versucht sich selbst nicht zu verlieren zwischen all dem, was war. 

Besonders weil

Man jeden dritten Satz unterstreichen möchte. 

Für Fans von 

​Texten, die nicht alle Fragen beantworten und trotzdem (oder gerade deshalb) rund sind

Stand: 05.11.2021, 16:24