Hannah Lühmann - "Auszeit"

Hannah Lühmann

Hannah Lühmann - "Auszeit"

Von Mona Ameziane

Wenn uns alles irgendwie zu viel wird, wir nicht mehr wissen wohin mit uns, wir Sorgen haben oder überarbeitet sind - dann gibt es eine Sache, die manchmal helfen kann: eine Auszeit. Genau um die geht es im ersten Roman von Hannah Lühmann. Es soll ein Trip sein, der Henriette hilft, sie rausholt aus ihrem Loch im Alltag und beruhigt. Aber stattdessen endet alles ganz anders.

Hannah Lühmann liest aus "Auszeit"

1LIVE Stories. 18.07.2021 48:30 Min. Verfügbar bis 18.07.2022 1LIVE


Download

Henriette ist nicht mehr schwanger. Sie hat sich für eine Abtreibung entschieden und befindet sich seit Wochen in einem Zustand der Trauer. Sie fragt sich, wie es hätte anders laufen können und was passieren muss, damit die Zukunft gut wird. Ihre Freundin Paula hilft ihr, wo sie nur kann: sie kocht, öffnet Henriettes Briefe, backt Kuchen und schlägt ihr schließlich vor, mit ihr in ein Ferienhaus nach Bayern zu fahren. Zwischen Yogastunden und Waldspaziergängen denkt Henriette an das zurück, was passiert ist, an Tobias, das Baby und die Entscheidung, die sie getroffen hat. Und dann kommt Tom zu Besuch und die Geschichte dreht sich in eine ganz andere Richtung. 

Hannah Lühmann hat Philosophie in Berlin und Paris studiert und ist stellvertretende Ressortleiterin im Feuilleton der "Welt" und "Welt am Sonntag". Sie hat einen Roman geschrieben, der leise ist, aber ein Echo hat, das lange nachhallt. "Auszeit" ist die Geschichte von zwei Frauen an einem Punkt in ihrem Leben, der sich anfühlt, wie der Anfang vom Ende, wie Umbruch und Stillstand, wie Selbstbestimmung und Fremdsteuerung zugleich. In der Lesung werden wir über diese gespaltenen Gefühle sprechen, aber auch über Schwangerschaftsabbrüche, Auszeiten und die Frage, ob wir vielleicht Werwölfe sind. 

Das Buch in einem Satz

Henriette trauert und Paula versucht ihr den Weg in Richtung Zukunft zu zeigen, in dem sie mit ihr in eine abgeschiedene Waldhütte fährt. 

Besonders weil 

Das Buch gerade mal 170 Seiten hat, die sich beim Lesen anfühlen wie 50 und nach dem Lesen wie 300. 

Für Fans von 

Büchern, in denen Gefühle die Hauptrolle spielen.