Dunkle Silhouette vor beleuchteter Skyline

Entführung in die Zukunft

Eine Zeitreisegeschichte, die das Genre revolutionierte und 2014 mit Ethan Hawke verfilmt wurde unter dem Titel "Predestination"

1970, in einer Bar in New York: ein Agent des Zeitreisebüros möchte die "ledige Mutter" anwerben. Die "ledige Mutter" ist ein Mann Mitte 20. Dieser nimmt das Angebot an, denn es wird ihm versprochen, dass er sich so rächen kann. Am Vater seines Kindes, der ihn einst im Stich ließ.

1945: Ein Mann legt ein Baby vor einem Waisenhaus ab. Ein Mädchen namens Jane. Er vergewissert sich, dass das Baby gefunden wird und verschwindet wieder.

1963: Der Agent verfolgt ein Liebespaar. Ein Mann und eine Frau. Nachdem die beiden sich verabschiedet haben, spricht der Agent den Mann an. Dieser erkennt ihn sofort.

1985: Im Zeitreisebüro wird ein neuer Agent aufgenommen. Man kann sie kaum noch sehen, aber die Narbe, die der Kaiserschnitt bei ihm hinterlassen hat, ist noch da. Immer noch.

Die Geschichte, die 1959 das Subgenre Zeitreisen revolutionierte und einem bis heute den Verstand in Knoten legt. 2014 wurde sie unter dem Titel "Predestination" mit Ethan Hawke in der Hauptrolle verfilmt.

Robert Heinlein (1907 – 1988) gilt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren des 20. Jahrhunderts. Er ist sechsfacher Preisträger des HUGO Awards, des wichtigsten Preises der Science-Fiction-Literatur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Fremder in einem fremden Land" ("Stranger in a Strange Land", 1961) und "Starship Troopers" (1959). Zusammen mit seiner Novelle "Im Kreis" gilt "Entführung in die Zukunft" als wichtigstes Werk des Zeitreise-Subgenres.

"Entführung in die Zukunft" ist erschienen im Erzählband „Entführung in die Zukunft“ (Heyne Verlag).

von Robert Heinlein
gelesen von André Kaczmarcyk
Regie: Susanne Krings
Produktion: WDR 2022 / 56’