Im Gespräch mit Maria Drenk

Flüchtlinge - Sea Watch

1LIVE Talk

Im Gespräch mit Maria Drenk

Das Mittelmeer: Lange dachte man da nur an „dolce vita“ in Italien oder Sommerferien in Griechenland. Mit der Flüchtlingskrise hat sich das geändert. Das Mittelmeer wird immer wieder zum Grab für Menschen, die nach Europa wollen.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass 2018 im Mittelmeer mindestens 2275 Menschen ertrunken sind. Diese Zahlen sorgen für Wut und Diskussionen: Auf der einen Seite argumentieren Leute, dass gerade private Seenotretter indirekt kriminellen Schleusern helfen. Auf der anderen Seite steht die große Frage, was es über einen Kontinent aussagt, wenn er Menschen vor der eigenen Haustür ertrinken lässt. Fakt ist: Gerade private Rettungsschiffe müssen teilweise tage- wenn nicht wochenlang auf offener See ausharren, bis ein EU-Land ihnen erlaubt, den Hafen anzusteuern. Und wer dann freiwillig wie viele Flüchtlinge aufnimmt, das ist dann auch wieder eine schwierige Frage.

Maria Drenk im 1LIVE Talk

Gute Leute 27.02.2019 01:05:50 Std. Verfügbar bis 27.02.2020 1LIVE

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Zu denen, die selber auf dem Mittelmeer unterwegs sind, gehört Maria. Die 24-jährige Kölnerin war schon mehrfach für die private Rettungsorganisation Sea Watch auf Mission. Mit dem Schiff selbst, aber auch bei Aufklärungsflügen vor der Küste von Libyen. Da dokumentiert sie, wenn Schiffe einfach an Flüchtlingsbooten vorbeifahren, ohne den Menschen in Seenot zu retten.

Im 1LIVE Talk am Mittwoch, den 27. Februar 2019, erzählt Maria, warum sie sich bei Sea Watch engagiert, was sie auf offener See erlebt hat und wie sie die Flüchtlingsdiskussion erlebt – von 23 bis 24 Uhr on Air und danach jederzeit als Podcast.

Ausstrahlung: 27. Februar 2019
Studiogast: Maria Drenk
Moderation: Jörn Behr
Redaktion: Maike Wüllner

Stand: 27.02.2019, 11:46