Kathrin Wessling - "Super, und dir?"

Kathrin Wessling

1LIVE Klubbing

Kathrin Wessling - "Super, und dir?"

Von Gesa Wegeng

Eigentlich hat Marlene alles, was sie sich für ihr Leben gewünscht hat: Einen Freund, der sie liebt, einen super Uni-Abschluss und jetzt auch noch die Zusage für ihren Traumjob. Klingt alles perfekt und doch muss Marlene feststellen, dass sie am Ende des Tages eher verzweifelt als glücklich ist.

Kathrin Wessling liest aus "Super, und dir?"

1LIVE Klubbing | 20.05.2018 | 45:09 Min.

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Es ist ihr angeblicher Traumjob, der Marlene komplett aus der Bahn wirft und sie ihr ganzes Leben in Frage stellen lässt. Denn der Job in der Social-Media-Abteilung eines Unternehmens entwickelt sich zum absoluten Höllenerlebnis. Alles schreit danach, dem Chef einfach die Kündigung hinzuknallen. Doch das ist für Marlene keine Option, denn dann müsste sie sich eingestehen, dass sie sich in ihrer Lebensplanung getäuscht hat. Also schluckt sie lieber jede Menge Drogen, um durchzuhalten und vor allem auch um nach außen das Bild der glücklichen Marlene aufrechtzuhalten.

In "Super und dir?" schreibt Kathrin Weßling über den enormen Druck in unserer Arbeitswelt und über den Zwang möglichst perfekt zu sein - denn nur wer perfekt ist, kann in dieser Welt bestehen und hat die Chance wirklich glücklich zu sein. Oder ist das vielleicht eine Lüge? Die Hauptfigur Marlene muss auf schmerzhafte Weise erkennen, dass es fürs Glücklichsein kein Allgemeinrezept und vor allem keine Garantie gibt.

Kathrin Weßling ist 1985 in Ahaus geboren und veröffentlicht mit "Super, und dir?" bereits ihr drittes Buch. Sie arbeitet außerdem als Journalistin und Social-Media-Redakteurin und lebt mittlerweile in Hamburg.

Das Buch in einem Satz:
Ein Roman über eine Frau, die scheinbar alles hat und doch nicht glücklich ist, weil der Arbeitsstress zu groß ist und der Zwang nach Selbstoptimierung sich als Fehler herausstellt.

Anders weil…

… Kathrin Weßling hier eine erzählerische Mischung bietet, die es in sich hat. Mal wählt sie einen sehr poetischen, fast lyrischen Ton, um dann mit den nächsten Zeilen so richtig zuzuschlagen. Dann ballert sie dem Leser die Gefühle ihrer Hauptfigur direkt ins Gesicht und erzählt mit einer gnadenlosen Härte.

Für Fans von
Büchern, die man richtig fühlen kann, die auch mal weh tun und einen zum Nachdenken anregen.

Stand: 20.05.2018, 22:00