Hendrik Otremba - "Kachelbads Erbe"

Hendrik Otremba

1LIVE Stories.

Hendrik Otremba - "Kachelbads Erbe"

Wer gute Songs schreibt, kann auch gute Bücher schreiben? Bei Hendrik Otremba, dem Sänger der Band Messer, ist das auf jeden Fall Fakt. Er hat mit „Kachelbads Erbe“ jetzt seinen zweiten Roman rausgebracht und beweist darin erneut, dass er mit Sprache umgehen kann und einen Kopf voller spannender Ideen hat.

Die Lesung findet am Freitag, 27. September um 19 Uhr im 1LIVE-Haus statt.

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Figuren in „Kachelbads Erbe“ hoffen genau darauf und lassen sich dafür sogar umbringen. Ihnen hilft dabei ein Unternehmen aus Los Angeles, das den Namen „Exit U.S.“ trägt. Ihre Kunden bekommen zunächst Sterbehilfe und werden danach in großen Tanks eingefroren, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgetaut zu werden – dann, wenn die Welt eine bessere ist.

Die Hoffnung auf dieses Verfahren ist nicht neu, sondern Wissenschaftler forschen daran tatsächlich schon seit Jahren. „Kryonik“ ist da das passende Schlagwort und angeblich sollen mittlerweile um die 300 Menschen eingefroren sein. In Hendrik Otrembas Buch lernen wir fünf Menschen kennen, die sich für diesen Schritt entscheiden. Ein alter Schriftsteller ist dabei, eine Wissenschaftlerin und auch ein Auftragskiller. Sie alle erzählen uns ihre Geschichte.

Die Story – so abgespaced sie auch klingt – spielt nicht in der Zukunft, sondern in den 80er Jahren. Das mag überraschen, passt allerdings sehr gut, denn dieses Buch ist meilenweit davon entfernt, ein Science-Fiction-Roman zu sein. Es vielmehr ein aufwendiges und vor allem auch überraschendes Gedankenspiel über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit und der Angst vor dem Tod. Mal ist der Text schräg, mal philosophisch, mal surreal, mal spannend und düster, und manchmal auch echt schwer zu greifen. Und genau diese Mischung ist es, die einen packt und immer wieder staunen lässt.

Das Buch in einem Satz

Menschen lassen sich nach ihrem Tod einfrieren, weil sie auf ein besseres Leben hoffen.

Besonders weil…

Die Story zwar nach Science-Fiction klingt, aber stattdessen in der Vergangenheit spielt und tatsächlich sehr untechnisch ist.

Für Fans von

Hendrik Otremba, der Band Messer und literarisch anspruchsvollen Texten.

Stand: 29.09.2019, 22:00