Trettmann - "Stolpersteine"

Trettmann

Neu für den Sektor

Trettmann - "Stolpersteine"

Von Daniel Vogrin

Wenn jemand Deutschrap und Melancholie vereinen kann, dann sind das Trettmann mit KitschKrieg. Mit „Stolpersteine“ schafft Tretti aber nicht nur eine besondere Stimmung, sondern findet vor allem wichtige Worte. Dezent aber trotzdem deutlich.

Der Song bezieht sich auf das gleichnamige Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Der Künstler hat kleine Gedenktafeln in den Boden eingelassen, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, sogenannte „Stolpersteine“. Trettmann schildert im Song eine Situation, in der er über eine dieser Gedenktafeln „stolpert“ und eine mögliche Geschichte des Opfers erzählt. Der Musiker schreibt damit nicht nur einen wichtigen Song, erinnert an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus, sondern thematisiert auch die heutigen Entwicklungen in der Politik und Gesellschaft.

Trettmann & Kitschkrieg - "Stolpersteine"

1LIVE Neu für den Sektor 23.08.2019 00:30 Min. Verfügbar bis 22.08.2020 1LIVE

Für die richtige Stimmung zum ernsten Thema sorgt Nils Frahm. Der Pianist ist bekannt für emotionale Momente in seiner Musik. In „Stolpersteine“ schafft er es, dass der Song direkt intim beginnt. Aufgegriffen wird die Melodie dann von einem KitschKrieg-Beat, der wie immer perfekt zu Tretti passt.

Trettmanns selbstbetiteltes Album kommt am 13. September. Damit geht‘s Ende des Jahres dann auch auf Tour. Am 02. Dezember ist der Rapper in Oberhausen, am 04. Dezember in Köln.

"Stolpersteine" in 140 Zeichen

„Stolpersteine“ ist kein Party-Track zum mitgrölen. Der Song bringt dir ein ernstes Thema nah und ist eher so: mitsingen und nachdenken.

Angeberwissen

Jeder fängt mal klein an. Trettmanns erstes Wort war „Nein“, mal fünf. „Nein-nein-nein-nein-nein“.

Stand: 23.08.2019, 00:10