Arlo Parks - "Black Dog"

Arlo Parks

Neu für den Sektor

Arlo Parks - "Black Dog"

Von Philipp Kressmann

Die britische Sängerin Arlo Parks beweist in ihrer neuen Single, dass sie es auch mit schwierigen Themen aufnehmen kann. Im Song „Black Dog“ geht es nämlich um psychische Erkrankungen. Die 19-jährige Newcomerin aus Südlondon geht mit diesem Thema sehr feinfühlig um und kreiert ganz nebenbei noch eine einprägsame Gitarren-Melodie.

„Jeder ist mal traurig“ oder „Reiß dich zusammen“. Das sind Ratschläge und Sätze, die man einem Menschen mit psychischer Erkrankung wie zum Beispiel einer Depression nicht sagen sollte. In "Black Dog" singt Arlo Parks eine betroffene Person an und zeigt dabei, wie man als Nahestehender helfen kann: Mit Beistand, Sensibilität, Verständnis, kleinen Komplimenten sowie Recherche, was bei der Krankheit hilft.

Arlo Parks - "Black Dog"

1LIVE Neu für den Sektor 18.06.2020 00:30 Min. Verfügbar bis 18.06.2021 1LIVE

Im Interview mit dem NME hat Arlo Parks erzählt, dass „Black Dog“ an nur einem Tag geschrieben hat. Sie hat sich auf ihren Instinkt verlassen, Inspiration kam von Radiohead. Mittlerweile hat sie schon viel Feedback erreicht: Der Text berührt viele Menschen, denen es aufgrund der Corona-bedingten Situation noch schlechter geht als sonst. Sie will nicht belehrend sein, aber ist sich sicher: Offen über seine Gefühle zu sprechen, kann der erste Schritt sein.

Auch der Gitarren-Sound klingt wieder intim. Arlo Parks produziert manche ihrer Songs sogar im Schlafzimmer, wie sie im Interview mit 1LIVE Plan B verraten hat. Sie hat ein Faible für LoFi-Produktionen, die organisch und live klingen. Manchmal nimmt sie die Musik auch im Wohnzimmer auf – das hat sie lieber als Studios. Bei der Aufnahme von „Black Dog“ hatte sie noch nicht einmal einen Mikrofonständer. Momentan arbeitet sie weiter am Debütalbum.

"Black Dog" in 140 Zeichen

Ganz großes Songwriting aus Südlondon: Arlo Parks ist ein einfühlsamer Song über psychische Erkrankungen gelungen.

Angeberwissen

Arlo Parks hat auch ein Gedicht mit gleichem Titel geschrieben, das sie auf YouTube vorträgt. Anscheinend ließ sie sich für den Titel „Black Dog“ von der Metapher inspirieren, mit welcher der frühere britische Premierminister Churchill Depressionen beschrieb: Ein schwarzer Hund. Von Matthew Johnstone gibt es ein Buch mit dem Titel: "Mein schwarzer Hund: Wie ich meine Depression an die Leine legte".

"Black Dog" als Gif

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Stand: 19.06.2020, 00:11