Johannes Wohlmacher

Johannes Wohlmacher

Johannes Wohlmacher

  • Instrument/Position: Violoncello / Solo
  • Geboren: 1957
  • Kommt aus: München
  • Mitglied im WDR Sinfonieorchester seit: 1987

Sein Weg zum WDR Sinfonieorchester:

Johannes Wohlmacher erhielt seinen ersten Cello-Unterricht im Alter von zehn Jahren am musischen Gymnasium seiner Heimatstadt.

Nach einem Wettbewerbserfolg bei "Jugend musiziert" begann er sein Studium bei Prof. Fritz Kiskalt an der Musikhochschule München, das er 1982 mit dem Meisterklassen-Diplom abschloss.

Bereits während seiner Studienzeit war er Mitglied des Münchner Bach-Orchesters unter Karl Richter und ständige Aushilfe bei den Münchner Philharmonikern.

Ein erstes Engagement führte ihn für fünf Jahre als Solocellist zu den Essener Philharmonikern, seit 1987 ist er in derselben Funktion beim WDR Sinfonieorchester tätig. Zudem wirkte er von 1994 bis 2017 als Solocellist im Orchester der Bayreuther Festspiele mit.

Wiederholt wurde er als Dozent zur Jungen Deutschen Philharmonie, den Landesjugendorchestern von Bayern und NRW und zum Bundesjugendorchester eingeladen. Auch fungierte er als Juror bei Landes- und Bundes-Wettbewerben "Jugend musiziert".

Eine intensive solistische Zusammenarbeit verband ihn mit dem Dirigenten Werner Andreas Albert, die in zahlreichen Aufnahmen dokumentiert ist.

MEHR ZU MIR

Mein erstes / prägendstes musikalisches Erlebnis:

Mein erstes musikalisches Erlebnis war ein Probenbesuch bei den Münchner Philharmonikern, zu dem mein Vater uns Kinder mitgenommen hatte. Das Cello faszinierte mich am meisten, das wollte ich lernen.

Jahre später besuchte ich ein Konzert mit Paul Tortelier, dem großen französischen Cellisten. Er spielte das Schumann-Konzert, das ich bis dahin nur von einer Schallplatte kannte und ziemlich langweilig fand. Es war überwältigend, nie zuvor hatte ich so einen Klang gehört, derart farbiges, lebendiges, ausdrucksstarkes und dabei "ehrliches" Cello-Spiel.

Das Autogramm habe ich bis heute…

Wichtige künstlerische Erfahrungen:

Besonders bereichernd war und ist für mich Kammermusik, noch zu Studienzeiten mit dem "Münchner Klaviertrio", später dann über viele Jahre mit dem "Kreisler-Trio" und in zahlreichen wechselnden Konstellationen.

Leidenschaften neben der Musik:

Ich drücke gerne auf den Auslöser meiner Kamera und verbringe viel Zeit damit, daraus ansprechende Bilder zu basteln.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist, Konzerte mitzuschneiden und anschließend so zu bearbeiten, daß der Unterschied zu den "Profis" möglichst gering ist.

Mein erstes Konzert im WDR Sinfonieorchester:

...war mit dem damaligen Chefdirigenten Gary Bertini. Klaus Heitz, mein Solo-Kollege, spielte zusammen mit Edward Zienkowski, Fumiaki Miyamoto und Christoph Carl die Sinfonia Concertante von Joseph Haydn. Als weiteres Werk stand "Sacre" von Igor Strawinsky auf dem Programm.

Mein Probespiel für meine Position beim WDR Sinfonieorchester:

…war sehr lang. Wir waren nur sieben oder acht Kandidaten, und man wollte von mir in der ersten Runde das komplette Haydn-Konzert mit allen Kadenzen hören! Nach der dritten und letzten Runde diskutierte das Orchester über eine Stunde, die Entscheidung zwischen einem preisgekrönten Mitbewerber und mir fiel schwer.

Was bedeutet mir das WDR Sinfonieorchester:

Es ist meine künstlerische Heimat, und "meine" Gruppe ist für mich die beste Cello-Gruppe, die ich kenne! Nicht, dass die vielen Cellogruppen anderer herausragender Orchester, bei denen ich im Lauf der Jahre mitgewirkt habe, nicht ebenfalls exzellente Gruppen wären. Aber wir kennen uns, sind besonders gut aufeinander eingespielt und reagieren aufeinander ganz selbstverständlich.

Welche Rolle habe ich im Orchester:

Zuerst einmal muss ein Solocellist die anfallenden Soli so gut wie möglich ausführen.

Aber die wichtigste Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die Celli homogen spielen und perfekt koordiniert mit den anderen Gruppen im Orchester agieren.

Das mag ich an der Rolle meines Instruments im Orchester:

Das Cello im Orchester hat eine mehrfache Rolle: Harmonisches Fundament, bei dem die Celli dem substanzreichen Klang der Bässe Zeichnung verleihen, und natürlich die beseelten Melodien, die ein Cello inniger und wärmer darstellen kann als jedes andere Orchesterinstrument.

Mit diesem Stück / Komponisten fühle ich mich besonders verbunden:

Natürlich das Cellokonzert von Robert Schumann, das ich öfter spielte als jedes andere.

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