Jazz und einzigartiges Kurt-Weill-Projekt

Harald Banter in den 60ern in eine sw-Aufnahme

Die Geschichte des WDR Funkhausorchesters - Teil 8

Jazz und einzigartiges Kurt-Weill-Projekt

Die Idee, die wichtigsten Werke Kurt Weills mit hochkarätiger Besetzung einzuspielen, hatte Harald Banter. Er gründete in den frühen 1950er Jahren die Harald-Banter-Media-Band, die im WDR mit festen Sendeplätzen installiert war aber auch in der rheinischen Jazzszene eine wesentliche Rolle spielte.

Als so genannter fester freier Mitarbeiter hatte sich Harald Banter an den WDR gebunden und arbeitete alles in allem hier fast fünfzig Jahre lang.

Orchester Harald Banter

Das Orchester Harald Banter

Banter sagte einmal: "Meine Arbeit lässt sich in zwei Hauptzweige teilen, die ich beide mit großer Leidenschaft ausgeübt habe: Der eine ist die Media Band, die 1982 aufgelöst wurde, danach die Tätigkeit als Producer beim WDR. Diese beiden Tätigkeiten sind herausragend in meinem Leben." Mit dem Kurt-Weill-Projekt leistete der vielseitige Banter – er wirkte als Tonmeister, Komponist, Arrangeur, Tonsetzer, Bandgründer, Programmgestalter, Hochschuldozent, Produzent und Buchautor – einen wichtigen Beitrag vorzüglicher Einspielungen bekannter und unbekannter Kurt-Weill-Opern für den WDR und beim Label Capriccio.

Historische Einspielungen

Mit dem Kurt-Weill-Projekt leistete der vielseitige Banter – er wirkte als Tonmeister, Komponist, Arrangeur, Tonsetzer, Bandgründer, Programmgestalter, Hochschuldozent, Produzent und Buchautor – einen wichtigen Beitrag vorzüglicher Einspielungen bekannter und unbekannter Kurt-Weill-Opern für den WDR und beim Label Capriccio.

Kurt Weill im Portrait

Kurt Weill

Begonnen wurde das Projekt 1984 und es beschäftigte das WDR Funkhausorchster mehr als eine Dekade. Eingespielt wurden zum Beispiel Werke wie Der Zar lässt sich photographieren, Der Lindbergh-Flug, die in Deutschland wenig beachtete Ballad of the Magna Charta, Der Silbersee, Der Jasager aber auch Happy End, die Fortsetzung der Dreigroschenoper, die selbstverständlich auch produziert wurde. Erwähnenswert ist ebenso die Welturaufführung Der Kuhhandel und Aufstieg und Fall der Stadt Magagonny, letztere wurde in Wien im Großen Musikverein-Saal zur Aufführung gebracht und war eine Einladung zu den "Jeunesse musicales". Ein wahrlich krönender Abschluss und ein tolles Vermächtnis von Harald Banter!

Übrigens Harald Banter heißt eigentlich Gerd von Wysocki und wurde 1930 in Berlin geboren. Doch wieso nannte er sich Banter? Man munkelt, er habe in einem englischen Wörterbuch geblättert und sei auf "banter" (Scherz/Geplänkel) gestoßen. Das Wort gefiel ihm... und Harald? Harald war der perfekte  phonetisch dazu passende Vorname.

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