Flüchtlinge sorgen für hohe Zahl an Vermissten

Vermisstenanzeige - Symbolbild

Flüchtlinge sorgen für hohe Zahl an Vermissten

  • 11.500 Vermisste im ersten Halbjahr
  • Flüchtlinge sorgen für gestiegene Zahlen
  • Viele verlassen ohne Abmeldung zugewiesene Orte

Im ersten Halbjahr 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 11.500 Vermisste gezählt. Vor allem Flüchtlinge sorgen laut Landeskriminalamt für die hohe Zahl in der Statistik. Diese verließen häufig ihre zugewiesenen Aufenthaltsorte, um zu Verwandten, Bekannten oder Freunden zu ziehen - ohne zu wissen, dass sie damit in etlichen Fällen eine Vermisst-Meldung auslösen.

Nur drei Prozent länger als ein Jahr vermisst

Im Jahr 2016 registrierte die Polizei in NRW zum Stichtag am Jahresende 23.200 Vermisstenfälle, im Jahr zuvor waren es am Stichtag 17.700. Die meisten Vermissten tauchen nach wenigen Tagen wieder auf. Etliche sind in der Statistik auch mehrfach enthalten, etwa Jugendliche, die immer wieder von zu Hause ausreißen.

Laut Bundeskriminalamt klären sich bundesweit ungefähr die Hälfte der Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche auf. Der Anteil der Menschen, die länger als ein Jahr vermisst würden, bewege sich bei nur etwa drei Prozent.

Stand: 30.12.2017, 10:13