Zahl der Aidstoten in NRW um fast ein Fünftel gesunken

Hände halten Anstecknadel in der Form einer roten Schleife.

Zahl der Aidstoten in NRW um fast ein Fünftel gesunken

  • 2015: 99 Menschen an den Folgen von Aids gestorben
  • Zahl verringerte sich um 18,2 Prozent
  • Acht von zehn Verstorbenen waren Männer

In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2015 insgesamt 99 Menschen an den Folgen von Aids gestorben. Gegenüber dem Vorjahr (121 Fälle) verringerte sich die Zahl damit um 18,2 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag (30.11.2017) in Düsseldorf mitteilte.

Acht von zehn der 2015 verstorbenen HIV-Patienten waren Männer. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei 54,3 Jahren. Im Jahr 2006 hatte es noch 47,9 Jahre betragen.

Den höchsten Anteil der an den Folgen der Immunschwächekrankheit Verstorbenen ermittelten die Statistiker 2015 in Bonn: 22 Fälle je Million Einwohner. Im Landesdurchschnitt starben von jeweils einer Million Einwohnern sechs Menschen an den Folgen von Aids, wie es hieß. Die Behörde wies darauf hin, dass es sich bei den genannten Zahlen um eine nachweisbare Untergrenze handelt, da eine HIV-Erkrankung bei der Ausstellung der Todesbescheinigung nicht immer bekannt ist.

Alle 17 Sekunden eine Infektion

2016 haben sich nach UN-Angaben weltweit rund 1,8 Millionen Menschen mit dem HI-Virus angesteckt, das Aids auslöst. Umgerechnet bedeutet das eine HIV-Infektion alle 17 Sekunden oder fast 5.000 Neuinfektionen pro Tag. Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag.

Stand: 30.11.2017, 13:03