Nabu stellt Elektrozaun gegen den Wolf vor

Schäfer Achim Koop stellt einen von ihm gebauten Drahtzaun vor, der zum Teil elektrisch gesichert ist.

Nabu stellt Elektrozaun gegen den Wolf vor

  • Naturschützer für Elektrozäune gegen Wolfsattacken
  • Tierhalter fürchten um ihre Bestände
  • Drei Wölfe haben sich in NRW angesiedelt

Nordrhein-Westfalen ist Wolfs-Land. Drei einzelne Wölfe haben sich seit 2018 angesiedelt: in der Senne bei Bielefeld, im NRW-Teil der Eifel und in der Gegend um Schermbeck. Seitdem gibt es immer wieder Streit zwischen Nutztierhaltern und Naturschützern: Dürfen sich Wölfe auf der Suche nach Nahrung auf den Weiden bedienen?

Nabu hat Verständnis für Tierhalter

Beispiel Schermbeck: Seit etwa einem Jahr lebt dort eine Wölfin im Gebiet etwas südlich von Hamminkeln. Bislang gehen rund 20 Angriffe auf ihr Konto. Die Halter von Schafen und Ziegen in der Gegend fürchten nun, dass die Wölfin auf Kosten der Nutztiere geschützt wird.

Auch der Nabu meint, das Verhalten der Wölfin sei "auffällig". In Schermbeck sei insgesamt zu langsam gehandelt worden. Ein flächendeckender, fachgerechter Herdenschutz in Wolfsgebieten sei nötig. Damit ist auch der Einsatz von Elektrozäunen gemeint, die der Nabu am Samstag (27.07.2019) auf einer Weide vorführte. So könnte man es der Wölfin schwerer machen, weiter Schafe und Ziegen zu reißen.

Streithema Wolf Tiere suchen ein Zuhause 14.04.2019 06:58 Min. UT Verfügbar bis 14.04.2020 WDR

Der Nabu ist entschieden gegen das Vorhaben der Bundesregierung, einen "vorbeugenden Abschuss" zu ermöglichen. Der soll möglich sein, auch wenn es keine Schäden an Nutztieren gibt, heißt es auf der Website. Die Landwirtschaftsministerin solle sich ernsthaft um die Unterstützung der Weidetierhalter kümmern – mit Geld und entsprechenden Maß´nahmen.

Stand: 27.07.2019, 20:44

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