Uniper will Frankreich-Geschäft verkaufen

Logo von Uniper vor Glasscheibe in der Düsseldorf Konzernzentrale

Uniper will Frankreich-Geschäft verkaufen

  • Uniper verhandelt über Verkauf des Frankreich-Geschäfts
  • Konkurrent EPH hat ein Angebot abgegeben
  • Arbeitnehmervertreter müssen noch konsultiert werden

Der Düsseldorfer Energiekonzern Uniper verhandelt mit dem tschechischen Konkurrenten EPH um den Milliardär Daniel Kretinsky über den Verkauf seines Frankreich-Geschäfts. Wie beide Unternehmen am Montag (24.12.2018) mitteilten, hat EPH ein verbindliches Angebot abgegeben.

Uniper wolle in exklusive Verhandlungen mit EPH eintreten. Ziel sei der Erwerb sämtlicher Aktivitäten und Unternehmensgegenstände von Uniper in Frankreich durch EPH. Eine Transaktion könne erst nach dem vorgeschriebenen Konsultationsprozess mit den Arbeitnehmervertretern abgeschlossen werden, hieß es weiter.

Strom- und Gasgeschäft betroffen

Uniper hatte im Sommer angekündigt, das Frankreich-Geschäft auf den Prüfstand zu stellen. Anlass waren nach damaligen Medienberichten die Bestrebungen von Präsident Emmanuel Macron, die Kohleverstromung bis Ende 2021 einzustellen.

Uniper betreibt in Frankreich zwei Steinkohlekraftwerke; hinzu kommen noch zwei Gaskraftwerke sowie Biomasse-, Wind- und Solaranlagen. Einziger weiterer Betreiber von Kohlekraftwerken in Frankreich ist die staatliche EDF.

EPH hat Sitz in Prag

Kretinsky herrscht über ein Firmenimperium. Zur Energie- und Industrie-Holding (EPH) gehört auch die frühere Vattenfall-Braunkohle-Sparte in Ostdeutschland.

EPH mit Sitz in Prag beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 Mitarbeiter und gehört zu den sechstgrößten Stromerzeugern in Europa. Uniper ist nach eigenen Angaben in mehr als 40 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter.

Aktionärstreffen: Uniper will um Selbstständigkeit kämpfen

WDR 5 Profit - aktuell | 06.06.2018 | 03:12 Min.

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Stand: 25.12.2018, 10:16

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