Eon rechnet fest mit Innogy-Übernahme

Eon rechnet fest mit Innogy-Übernahme

  • Entscheidung aus Brüssel zur Innogy-Übernahme erwartet
  • Essener Konzerne Eon und RWE wollen Firma zerschlagen
  • Verbraucherzentrale NRW rät Kunden zu Achtsamkeit

Der Energiekonzern Eon geht davon aus, bis zum 22. September von den Wettbewerbshütern in Brüssel grünes Licht für die Übernahme der RWE-Tochter Innogy zu erhalten. Die beiden Essener Konzerne wollen die Firma zerschlagen.

Mehr Strom- und Gaskunden für Eon

Die Geschäftsfelder der beiden Konzerne sollen neu aufgeteilt werden. Eon soll von Innogy die Netze und das Endkundengeschäft erhalten, RWE die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon. Damit hätte Eon in Deutschland rund 14 Millionen Strom- und Gaskunden.

Multi will sich RWE-Tochter einverleiben

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 13.03.2019 03:22 Min. Verfügbar bis 12.03.2020 WDR 5 Von Jörg Marksteiner

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Verbraucherzentrale warnt Privatkunden

Kritik an dem geplanten Deal kommt unter anderem von den Grünen: "Es drohen neue, kartellartige Strukturen, die die Liberalisierung des Strommarktes unterlaufen", warnt EU-Abgeordnete Jutta Pauls. Eon weist den Vorwurf zu großer Marktmacht zurück.

Die Verbraucherzentrale NRW ruft die Privatkunden der beiden Energieversorger zu mehr Achtsamkeit auf. Sie sollten ihre Stromtarife in Zukunft genau beobachten, bei Zusatzleistungen wie intelligenten Zählern oder Dienstleistungsangeboten auf Gesamtkosten achten und von Wechselmöglichkeiten Gebrauch machen.

Stadtwerke: Wechsel könnte schwieriger werden

Den Energieversorger zu wechseln, könne für die Kunden jedoch schwieriger werden, befürchtet eine Gruppe von Stadtwerken. Denn nach der Innogy-Übernahme werde Eon durch die Beteiligung an zahlreichen Regionalversorgern über rund 150 Marken verfügen, heißt es in ihrer Stellungnahme für das Fusionskontrollverfahren der EU.

Eon Hauptversammlung in Essen WDR aktuell 14.05.2019 01:30 Min. Verfügbar bis 14.05.2020 WDR

Stand: 07.09.2019, 12:51

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