Kritik an Thyssen-Krupp: Stahlarbeiter wollen demonstrieren

Das Bild zeigt das Thyssenkrupp-Zeichen an der Hauptzentrale des Thyssenkrupp Konzers.

Kritik an Thyssen-Krupp: Stahlarbeiter wollen demonstrieren

  • Unmut bei Mitarbeitern von Thyssen-Krupp
  • Demonstrationen in Duisburg und Essen
  • Gewerkschaft: Stahlgeschäft existenzbedroht

Bei den Beschäftigten des angeschlagenen Thyssen-Krupp-Konzerns wächst der Unmut über den Kurs der Unternehmensführung. Mitarbeiter der Stahlsparte wollen kommenden Dienstag (03.12.2019) vor der Hauptverwaltung von Thyssen-Krupp-Steel in Duisburg demonstrieren. Einen Tag später planen die Beschäftigten der Aufzugssparte eine Demonstration vor der Konzernzentrale in Essen, teilte die IG Metall am Donnerstag (28.11.2019) mit.

Beschäftigte fordern Sicherheit

Die Gewerkschaft sieht das Stahlgeschäft bei Thyssen-Krupp in seiner Existenz bedroht. Sie fordert von dem Unternehmen ein Zukunftskonzept mit Investitionen und Sicherheiten für die Beschäftigten. «Wer die Beschäftigten im Dunkeln lässt, darf sich nicht wundern, wenn diese das Tageslicht nutzen, um endlich ein klares und deutliches Signal für Sicherheiten und Zukunftskonzepte einzufordern», sagte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler.

Thyssen-Krupp schreibt rote Zahlen

Der Stahl- und Industriekonzern steckt seit langem in der Krise. Der Konzern plant, in Deutschland rund 4000 Stellen zu streichen. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, "dass es mehr Stellen werden, die wir abbauen müssen", so Personalvorstand Oliver Burkhard.

Geld für den Umbau des Konzerns soll die profitable Aufzugssparte bringen. Ob dies über einen Börsengang, einen Komplett- oder einen Teilverkauf geschehen soll, ist nach Unternehmensangaben noch offen. Ein Konzept für die Stahlsparte will der Vorstand im Dezember mit dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern besprechen.

Harte Zeiten voraus - Thyssenkrupp kämpft mit tiefroten Zahlen

WDR 5 Profit - aktuell 21.11.2019 03:32 Min. Verfügbar bis 20.11.2020 WDR 5

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Stand: 28.11.2019, 13:43

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