Thyssen-Krupp schreibt rote Zahlen

Sedište koncerna ThyssenKrupp

Thyssen-Krupp schreibt rote Zahlen

  • Schwaches Geschäftsquartal
  • Verluste bei Thyssen-Krupp
  • Betriebsräte kommen in Duisburg zusammen

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssen-Krupp hat ein schwaches zweites Geschäftsquartal verzeichnet. Eine nachlassende Nachfrage im Komponentengeschäft und in der Stahlsparte sowie steigende Verluste im Anlagenbau ließen das operative Ergebnis in den Monaten Januar bis März sinken, wie das Unternehmen am Dienstag (14.05.2019) in Essen mitteilte.

99 Millionen Euro Verlust

Unter dem Strich stand ein Verlust - auch wegen höherer Rückstellungen für eine erwartete Kartellstrafe im Stahlbereich. Der Nettoverlust belief sich auf 99 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 240 Millionen Euro im Vorjahr.

Thyssen-Krupp: "Kein guter Tag für Beschäftigte"

WDR 5 Morgenecho - Interview 13.05.2019 06:09 Min. Verfügbar bis 12.05.2020 WDR 5

Download

Negativ wirkte sich dabei auch die Erhöhung der Rückstellungen auf eine erwartete Kartellstrafe im Stahlgeschäft auf etwas mehr als 100 Millionen Euro aus. Der Umsatz nahm leicht um 2 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang um 1 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro. Zuletzt waren sowohl die geplante Stahlfusion mit Tata Steel als auch die vorgesehene Aufteilung des Konzerns geplatzt.

Betriebsrats-Versammlung in Duisburg

In Duisburg kommen am Dienstag zudem die Betriebsräte von Thyssen-Krupp in der Rheinhausenhalle zusammen. Im Zuge von Stellenabbau und Strategiewechsel sollen in den kommenden drei Jahren 6.000 Stellen - 4.000 davon in Deutschland - gestrichen werden. Das sind 4.000 mehr als bisher geplant.

Stand: 14.05.2019, 09:12

Aktuelle TV-Sendungen