Betriebsrat warnt Thyssen-Krupp-Vorstand vor Alleingang

Logos Thyssen-Krupp  Tata-Steel Hochofen im Stahlwerk

Betriebsrat warnt Thyssen-Krupp-Vorstand vor Alleingang

  • Fusion: Thyssen-Krupp-Betriebsrat stellt sich quer
  • Beschäftigungsgarantie zentrale Forderung
  • Betriebsrat informiert über Stand der Verhandlungen

Im Streit über die geplante Stahlfusion mit dem indischen Unternehmen Tata ist bei Thyssen-Krupp derzeit keine Einigung in Sicht. Bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag (07.12.2017) in Duisburg haben die Arbeitnehmervertreter den Vorstand des Essener Konzerns vor einem Alleingang gewarnt. "Der soziale Frieden wäre dann gebrochen. Das wäre ein tiefer Vertrauensbruch", sagte der stellvertretende Betriebsratschef von Thyssenkrupp Steel Europe, Tekin Nasikkol.

Einigung über Beschäftigungsgarantie nicht in Sicht

Die Arbeitnehmervertreter laufen seit Monaten Sturm gegen die Fusionspläne. Die Betriebsräte und die IG Metall fordern vor allem eine zehnjährige Beschäftigungsgarantie. Die Arbeitnehmervertreter befürchten bei einer Fusion den Abbau von deutlich mehr als 2.000 Jobs in Deutschland. In der Stahlsparte sind rund 27.000 Menschen beschäftigt.

Thyssen-Stahlpläne - Fragen zur Tata-Fusion

WDR 5 Morgenecho - Interview | 07.11.2017 | 05:07 Min.

Download

Vor knapp zwei Wochen hatten sich Konzern und Arbeitnehmervertreter darauf verständigt, in zwei Gutachten die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Zusammenschlusses untersuchen zu lassen. Der bis zum 22. Dezember erzielte Verhandlungsstand soll den IG-Metall-Mitgliedern in der Belegschaft im Januar zur Abstimmung vorgelegt werden.

Stand: 07.12.2017, 15:46