Thyssen-Krupp: Chefsuche dauert weiter an

ThyssenKrupp-Gebäude in Essen

Thyssen-Krupp: Chefsuche dauert weiter an

  • Suche nach Thyssen-Krupp-Chef bislang ergebnislos
  • Posten ein "Feuerstuhl"
  • Ungeduld an der Börse

Rund zwei Monate nach den Rücktritten von Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger und Aufsichtsratschef Ulrich Lehner sucht der Essener Konzern nach einer neuen Führungsriege. Noch sei keine ausreichend starke Persönlichkeit in Sicht, die in der Lage sei, die Interessen innerhalb der Gesellschafter zu ordnen, sagte Wolfram Tröger vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater am Donnerstag (13.09.2018).

Neubesetzung braucht Zeit

Realistischerweise müsse man für die Neubesetzung derartiger Chefposten einen Zeitraum zwischen zwei und vier Monaten einplanen, so Tröger, der den Posten für einen "Feuerstuhl" hält. Fraglich sei nur, ob bislang die Zeit sinnvoll genutzt worden sei.

Personalfrage entscheidet über Strategie

Unterdessen macht sich auch an der Börse Ungeduld breit. Analysten etwa von der Bank Credit Suisse bezeichneten die Neubesetzungen als "Kernfrage" des Unternehmens. Klarheit über die weitere Strategie könne erst nach der Lösung der Personalfrage erzielt werden, hieß es bei anderen Analysten.

Stand: 14.09.2018, 09:02

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