Thyssen-Krupp erwartet kaum noch Gewinn

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Thyssen-Krupp erwartet kaum noch Gewinn

  • Konzern erwartet nur noch 100 Millionen Euro Gewinn
  • Grund: Kartellverfahren wegen Stahlpreis-Absprachen
  • Wohl keine Auswirkungen auf Fusion mit Tata

Der Industriekonzern Thyssenkrupp rechnet wegen Risiken aus einem Kartellverfahren im Geschäftsjahr 2017/2018 kaum noch mit Gewinn. Es sei lediglich ein Überschuss von 100 Millionen Euro zu erwarten, teilte der Konzern am Donnerstagabend (08.11.2018) in Essen mit.

Aktienkurs gibt nach

Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 271 Millionen Euro eingefahren. Die Prognose für den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde von 1,8 Milliarden auf 1,6 Milliarden Euro gesenkt. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp gab nachbörslich nach.

Grund für die verschlechterten Erwartungen seien neue Entwicklungen im Ermittlungsverfahren wegen möglicher Kartellabsprachen bei Stahlpreisen, hieß es. Man habe für Rückstellungen entschieden, da man "erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausschließen" könne.

Konzern will Profitabilität steigern

Hinzu kämen Risiken im Geschäftsbereich Components Technology sowie Probleme bei Steel Europe und Elevator Technology. Thyssenkrupp versucht, die Profitabilität seiner Geschäftsbereiche zu erhöhen und Kosten einzusparen - vor allem in der Konzernzentrale, dem schwächelnden Anlagen- und Schiffbau sowie im Aufzugsgeschäft.

Thyssenkrupp-Vorstand Donatus Kaufmann betonte in einem Mitarbeiterbrief, "die aktuellen Entwicklungen werden keinerlei Auswirkungen auf die beabsichtigte Partnerschaft mit Tata Steel Europe haben". Die Parteien tragen nach seinen Worten etwaige Risiken aus der Vergangenheit selbst.

Stand: 08.11.2018, 20:10

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