Start-up Physiosense: Was bisher geschah (2017)

Zwei junge Männer halten ein Textilquadrat über den Sitz eines Bürostuhls

Start-up Physiosense: Was bisher geschah (2017)

Im Mai 2017 ging das Aachener Unternehmen Physiosense an den Start. Lesen Sie hier, wie sich die Geschäftsidee der Gründer Johanna Dörter, Björn Lang, Tim Host und Tobias Rink 2017 entwickelt hat.

Mai 2017
Die Gründer arbeiten an Prototypen ihrer Bürostühle. Damit ihre Idee reibungslos funktioniert, müssen die Sensoren sehr genau messen. Dafür ist viel Entwicklungsarbeit gefragt.

Juni 2017
Es läuft gut: Die Gründer wurden für die "Start-up-Autobahn" ausgewählt, ein Programm, bei dem Start-ups mehrere Wochen lang mit Unternehmen aus der Automobilbranche Projekte entwickeln. Die Gründer planen, ihre für Bürostühle entwickelte Sensortechnologie auf Autositze zu übertragen, und kooperieren dafür mit Porsche und Daimler.

Juli 2017
Beim Finale der "Start-up-Autobahn" in Stuttgart stellen die Gründer ihre Neuentwicklung vor. Ihr Ziel: Die Autobauer und weitere Partner für eine langfristige Partnerschaft zu gewinnen. Aber sie brauchen Geduld. Porsche und Daimler wollen die Ergebnisse erst auswerten.

August 2017
Der Einsatz hat sich gelohnt: Im Auftrag der Autobauer soll Physiosense die Sensoren so weiterentwickeln, dass diese neben der Haltung des Sitzenden auch Größe und Gewicht erkennen können. Das kann für den Airbag-Einsatz hilfreich sein. Außerdem erkunden die Gründer neue Geschäftsfelder: Sie wollen smarte Matratzen entwickeln, die das Schlafverhalten analysieren.

September 2017
Die Gründer arbeiten an laufenden Projekten und holen sich zwischendurch Feedback von ihren Geschäftspartnern. Durch diese Entwicklungsaufträge können die Gründer ihr Unternehmen komplett selbst finanzieren und sind nicht auf externe Geldgeber angewiesen.

Oktober 2017
Porsche testet mehrere smarte Bürostühle im eigenen Unternehmen. In einer ersten Testphase werden nur Sitzdaten aufgezeichnet. Ab November sollen die Stühle dann bei schlechter Haltung vibrieren. "Indem wir die Daten in der ersten und zweiten Testphase abgleichen, wollen wir zeigen, dass unser Stuhl das Sitzverhalten nachhaltig verbessert", erklärt Mitgründerin Johanna Dörter.

November 2017
Die Tests bei Porsche laufen. Zugleich ist das Gründerteam ins Nachdenken gekommen: Bürostühle, Autositze, Matratze – alles parallel ist kaum noch zu schaffen. Aber worauf sollen sich die Gründer fokussieren? Es gibt zahlreiche Strategietreffen.

Dezember 2017
Das Jahr geht mit einer schlechten Nachricht zu Ende: Mitgründer Björn Lang hört auf. Die Gründer mussten sich eingestehen, dass sich ihre Kernidee – die smarten Bürostühle – nicht umsetzen lässt. Denn der textile Sensor, der dafür nötig ist, ist technisch nicht reif genug. Allein haben sie nicht genug Kapazitäten für die Entwicklung, ein Partner aus der Branche ließ sich nicht finden. Ein harter Rückschlag.

Zurück zur Übersicht

Stand: 03.06.2019, 16:49

Aktuelle TV-Sendungen