Start-up Onefid: Was bisher geschah (2018)

Doc News: gesunde Füße

Start-up Onefid: Was bisher geschah (2018)

Maßschuhe auf Basis von digitalen Fußdaten - das ist die Idee des Kölner Gründers Timo Marks. Nach einer Insolvenz im Frühjahr wagt er nun den Neustart.

Januar 2018

Gründer Timo Marks will eine Online-Plattform bauen, auf der Kunden ihre Fußdaten speichern und so maßgefertigte Schuhe bestellen können. Einen Namen für das neue Portal gibt es schon: Onefid. Die Planungen zur konkreten Umsetzung laufen noch. 

Februar 2018

Dass Schuhleister nicht mehr wie früher Schuhe selbst produziert, sondern sich rein auf die Umwandlung von Fuß- in Schuhdaten fokussiert, hat nun personelle Folgen: Ein Schuhmachermeister sowie ein Gesellschafter haben das Team verlassen.

März 2018

Ein Rückschlag: Schuhleister GmbH ist zahlungsunfähig, weil erwartete Zahlungen ausblieben. Marks hat einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht eingereicht. Für seine Mitarbeiter ist die Situation sehr belastend – sie bekommen derzeit kein Gehalt und müssen auf das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur warten.

April 2018

Die Schuhleister GmbH & Co. KG gibt es nicht mehr. Marks führt nun Gespräche mit Gläubigern, Lieferanten und Kunden, die auf ihr Geld oder ihre Ware warten. Es sind schwierige Gespräche. Dennoch will er weitermachen: Der Geschäftsbetrieb der Schuhleister GmbH ist in der neu gegründeten Firma Onefid aufgegangen.

Mai 2018

Gründer Timo Marks muss sein Team nach der Insolvenz neu motivieren. Erstes großes Ziel ist nun der Start der geplanten Online-Plattform.

Juni 2018

Marks spürt die Nachwehen der Insolvenz: Einige Nutzer haben auf der Onefid-Facebook-Seite negative Kommentare gepostet. Marks geht davon aus, dass es sich um Kunden handelt, die durch die Pleite ihre Ware nicht erhalten haben – und ihm nun mit Fake-Profilen schaden wollen. Seine Strategie: Sachlich antworten und Ruhe bewahren.

Juli 2018

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Die Online-Plattform onefid.com ist nun im Internet zugänglich. Kunden können dort Schuhe kaufen, deren Leisten digital an ihre Füße angepasst wurden. Die Preise beginnen ab 270 Euro. Ziel des Start-ups ist es, weitere Schuhproduzenten für die Plattform zu gewinnen.

August 2018

Mit jedem Monat kehrt bei Onefid wieder mehr Routine ein; das neue Geschäftsmodell hat nun klare Konturen. Allerdings: Der globale Schuhmarkt ist vielversprechend, sodass inzwischen sogar US-Firmen wie HP oder Intel in das Geschäft mit der digitalen Fußvermessung einsteigen – eine Bedrohung für die Kölner.

September 2018

Timo Marks ist unterstützt von der Außenwirtschaftsförderung Nordrhein-Westfalen ins Silicon Valley gereist. Unter anderem hat er sich dort mit einem großen Wettbewerber getroffen – klar nach dem Motto: Kenne deinen Feind.

Oktober 2018

Onefid hat gemeinsam mit anderen Investoren einen insolventen Wettbewerber aufgekauft, das Duisburger Unternehmen Mifitto. Dessen Technologie sei eine gute Ergänzung für Onefid, sagt Marks. Es gilt nun, die Software beider Unternehmen anzupassen und tonnenschwere Maschinen von Duisburg nach Köln zu transportieren.

November 2018

Das Team ist nach wie vor mit der Integration von Mifitto beschäftigt. Gründer Timo Marks kümmert sich darum, Verträge mit Kunden und Geschäftspartnern des gekauften Unternehmens neu auszuhandeln.

Dezember 2018

Um die IT von Mifitto und Onefid zusammenzuführen, sucht Marks neue Mitarbeiter, vor allem Webdesigner und Entwickler. Für den Gründer war es ein lehrreiches, aber hartes Jahr. Über Weihnachten hat er sich freigenommen.

Stand: 13.06.2019, 13:40

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