Start-up Foodtracks: Was bisher geschah (2018)

Zwei junge Männer sitzen in einem hellen Raum an einem Tisch auf dem Unterlagen und ein Laptop ausgebreitet sind

Start-up Foodtracks: Was bisher geschah (2018)

Mit einer speziellen Software will das Münsteraner Start-up Foodtracks Bäckereien bei der Einkaufsplanung helfen.

Januar 2018

Schlechte Nachrichten für Foodtracks: Ihr einziger in Vollzeit angestellter Entwickler hat gekündigt. Der ITler hat so viel Geld mit Bitcoins verdient, dass er jetzt erst einmal nicht mehr arbeiten will. Pfaff und Aramaz blocken nun jeden Tag ein paar Stunden, um neue IT-Mitarbeiter anzuwerben. Sie werben zunehmend online und schreiben bei Karrierenetzwerken wie LinkedIn gezielt Entwickler an, die zu ihnen passen könnten.

Februar 2018

Der Einsatz hat sich gelohnt. Mindestens zwei neue Mitarbeiter könne Foodtracks bald einstellen, sagt Aramaz. Für die Gründer eine große Erleichterung.

März 2018

Start up Foodtracks

Es wird spannend: Die Software der Gründer ist erstmals bei einem Kunden mit allen Funktionen in Betrieb. Während der Algorithmus bisher Daten über den Ein- und Verkauf von Backwaren nur gesammelt und analysiert hat, liefert er nun erstmals auch Vorschläge, wie viel Brot und Brötchen die Bäckerei einkaufen soll. Wie gut diese Prognosen klappen, entscheidet stark über den weiteren Erfolg der Gründer.

April 2018

Bisher sind die Gründer mit ihrem Softwaretest zufrieden. Die Prognosen bei Brot funktionierten schon sehr gut, jetzt würden andere Warengruppen wie Brötchen und Kuchen schrittweise dazu geschaltet, sagt Aramaz.

Mai 2018

Neun IT-Experten arbeiten inzwischen für die Gründer, teils angestellt, teils freiberuflich. Weil Fachkräfte in Deutschland knapp sind, haben sie auch Mitarbeiter in Kroatien. Zudem testet inzwischen eine weitere Bäckerei die Prognosefunktion ihres Algorithmus. Das nächste Ziel der Gründer: Möglichst schnell zu zeigen, dass Bäckereien damit Umsatz und Gewinn steigern können.

Juni 2018

Im Juni war das Team auf wichtigen Branchentreffen unterwegs. Diese Netzwerkarbeit zahlt sich aus. Vor wenigen Tagen durften die Gründer einer der größten Handwerksbäckereien Deutschlands ein Angebot schicken.

Juli 2018

Die Gründer sehen sich mit einem Ärgernis konfrontiert: Manche ihrer potentiellen Kunden zeigen zwar großes Interesse – zögern dann aber monatelang, einen Vertrag zu unterschreiben. Pfaff und Aramaz wollen daher nun neben ihrer fortgeschrittenen Prognose-Software auch niedrigschwelligere Software-Lösungen anbieten, mit denen Bäcker ihr Rechnungswesen digitalisieren können.

August 2018

Die Gründer wollen bei der Backwarenmesse iba Bäckern ihren neuen Geschäftsansatz vorstellen. Sie halten einen Vortrag zum Thema digitales Rechnungswesen für Bäckereien – erklären also, wie man etwa Umsatz- und Retourenmengen digital erfassen und analysieren kann. Bisher wird das in vielen Bäckereien händisch oder per Excel-Tabelle gemacht.

September 2018

Eyüp Aramaz ist mit dem Auftritt auf der Backmesse iba zufrieden: Viele Bäcker zeigten Interesse an ihren Ideen für eine digitalisiertes Controlling, sagt er. Zuerst einmal hat der Gründer aber andere Prioritäten: Er wird Mitte Oktober Vater.

Oktober 2018

Aramaz ist für zweieinhalb Wochen im Babyurlaub, Gründer Tobias Pfaff kümmert sich daher viel allein um die Geschäfte. Ihre neuen Software-Lösungen fürs Controlling sind nun fertig programmiert; sobald Eyüp wieder am Schreibtisch ist, gilt es, Kunden dafür zu gewinnen.

November 2018

Gründer Eyüp Aramaz ist nun zurück am Schreibtisch und muss Start-up und Familienleben vereinbaren – eine große Doppelbelastung. Vor allem, weil die Gründer mit der Neuausrichtung ihres Geschäftsmodell beschäftigt sind. Da hilft nur eins: gute Planung und klare Prioritäten.

Gründerserie: Erstmal kleine Brötchen backen

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft | 05.12.2018 | 03:23 Min.

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Stand: 09.05.2018, 13:40

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