Stahlkocher in harten Tarifverhandlungen

Stahlkocher in harten Tarifverhandlungen

  • Stahlindustrie traf sich zu ersten Tarifgesprächen
  • Arbeitgeber empört über Forderungskatalog
  • Gute wirtschaftliche Situation der Branche

Sechs Prozent mehr Geld und ein Urlaubsgeld in Höhe von 1.800 Euro: In der deutschen Stahlindustrie bahnt sich 2019 eine harte Tarifrunde an. Die Gespräche für die rund 72.000 Beschäftigten der Branche in Nordwestdeutschland starteten am Donnerstag (10.01.2019) in Düsseldorf - und wurden nach der ersten Runde vertagt.

Das Forderungspaket der Gewerkschaft sei "vollkommen überzogen", so der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Stahl, Andreas Goss.

Kein schnelles Ergebnis erwartet

Die Vertagung kam nicht überraschend. Der Arbeitgeberverband Stahl hatte schon vor den Verhandlungen mit Empörung auf den vorgelegten Forderungskatalog reagiert. Aus Sicht der Arbeitgeber ist eine Einigung "auch nur in der Nähe der IG-Metall-Forderungen" vollkommen ausgeschlossen.

Die zweite Gesprächsrunde soll am 23. Januar stattfinden, die Friedenspflicht läuft Ende des Monats aus.

Tarifrunde nicht im "Krisenmodus"

Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Booms ging die IG Metall mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Geld und der Einführung eines Urlaubsgelds von 1.800 Euro in die Gespräche. Erstmals seit vielen Jahren finde eine Stahl-Tarifrunde nicht im "Krisenmodus" statt, hatte Verhandlungsführer Knut Giesler betont.

Stand: 10.01.2019, 19:58

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