Experte: NRW-Stahlindustrie vor schweren Zeiten

Stahlkocher am Hochofen im Hüttenwerk von ThyssenKrupp in Duisburg

Experte: NRW-Stahlindustrie vor schweren Zeiten

  • Schwache Auftragslage hält an
  • Geringere Nachfrage aus der Autoindustrie
  • Rund 45.000 Beschäftigte arbeiten in NRW

Die schwache Auftragslage für die Stahlbranche in Deutschland wird nach Einschätzung eines Konjunkturforschers vorerst anhalten. "Die Stahlkonjunktur läuft in Deutschland nicht so gut, wie man das erwartet hat", sagte Prof. Roland Döhrn vom Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI am Donnerstag (04.07.2019)

Thyssen-Krupp: "Kein guter Tag für Beschäftigte"

WDR 5 Morgenecho - Interview 13.05.2019 06:09 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR 5

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E-Mobilität senkt Nachfrage

Der Abschwung beim Stahl sei wohl nicht nur eine Folge der zunehmenden Importe nach Europa. "Mir scheint eher das Problem zu sein, dass die großen Stahlverwender Automobilbau und Maschinenbau schwächeln", betonte Döhrn.

Zudem könnten durch den Übergang zur E-Mobilität Teile der Automobilproduktion ins Ausland verlagert werden. Deshalb könne es laut Döhrn "für die Stahlhersteller in Deutschland ungemütlich werden".

In NRW arbeiten in der Stahl- und Eisenindustrie rund 45.000 der bundesweit 72.000 Beschäftigten.

Stand: 04.07.2019, 07:07

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