NRW bei neu gegründeter Stahl-Allianz dabei

NRW bei neu gegründeter Stahl-Allianz dabei

  • Erster nationaler Stahlgipfel in Saarbrücken
  • Gründung einer "Allianz der Stahlländer"
  • NRW ist Haupt-Stahlregion in Deutschland

Beim ersten nationalen Stahlgipfel ist am Montag (22.10.2018) in Saarbrücken eine "Allianz der Stahlländer" besiegelt worden. NRW unterzeichnete zusammen mit Brandenburg, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und dem Saarland eine entsprechende Charta. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln und den Stahlstandort Deutschland zu erhalten.

Dampf und Rauch steigen aus dem Duisburger Stahlwerk Thyssen-Krupp auf.

Das Duisburger Stahlwerk Thyssen-Krupp

Nordrhein-Westfalen gilt als wichtigstes deutsches Stahlland - etwa jeder zweite der bundesweit rund 85.000 Stahlkocher ist hier beschäftigt. Doch der Strukturwandel hat Spuren hinterlassen. 1980 arbeiteten noch 290.000 Menschen in der Branche.

Hoffnung auf EU-Gelder

Die Allianz eröffne die Möglichkeit, "dass wir uns gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen, fairen Wettbewerb und Innovationen einsetzen", sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) dem "Handelsblatt".

Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach fairen Bedingungen für den EU-Emissionshandel. Zudem erwartet die Allianz mehr Fördergelder für die Entwicklung klimaschonender Produktionstechnologien in der Stahlindustrie.

In der Charta wird unter anderem darauf verwiesen, dass der Werkstoff Stahl für eine emissionsärmere Welt unverzichtbar sei. Die Industrie- und Stahlpolitik müsse auch im künftigen Forschungsrahmenprogramm der EU zum Zug kommen.

Stahl: "Wirtschaftsstandort Deutschland erhalten"

WDR 5 Morgenecho - Interview | 22.10.2018 | 05:57 Min.

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Arbeitgeber und Gewerkschaft zufrieden

Hans Jürgen Kerkhoff während einer Pressekonferenz nach dem erstem Stahlgipfel in NRW am 21.09.2015

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, begrüßte es, dass die Allianz gemeinsam versuche, Industrie und Industrieinteressen in Brüssel und Berlin "wirkungsvoller, mit starker Stimme zum Ausdruck zu bringen". IG Metall-Chef Jörg Hofmann sprach von einem wichtigen Schritt für Perspektiven in der Stahlbranche. Diese stehe dramatischen Veränderungen gegenüber.

Stand: 22.10.2018, 20:35

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