Zwei NRW-Standorte von Autozulieferer Schaeffler auf der Kippe

Fahnen mit dem Logo-Schriftzug der Schaeffler AG.

Zwei NRW-Standorte von Autozulieferer Schaeffler auf der Kippe

  • Standorte in Unna und Steinhagen auf der Kippe
  • Kündigungen sollen laut Unternehmen vermieden werden
  • Betriebsrat kündigt Widerstand an

Der Autozulieferer Schaeffler stellt vier deutsche Standorte mit 600 Beschäftigten auf den Prüfstand, darunter zwei in Nordrhein-Westfalen. Betriebsrat und IG Metall kündigten am Donnerstag (21.03.2019) Widerstand an. Betriebsratschef Norbert Lenhard sagte: "Wir erwarten vom Management, dass die notwendigen Veränderungen ohne Standortschließungen und ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden."

Schwächere Geschäfte bei Schaeffler

Schaeffler hatte angesichts deutlich schwächerer Geschäfte angekündigt, in Deutschland 700 Arbeitsplätze und weitere 200 im europäischen Ausland abzubauen. Die ersten Maßnahmen beträfen die Standorte Kaltennordheim in Thüringen und Hamm in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen die Standorte Unna und Steinhagen (bei Bielefeld), sagte eine Unternehmenssprecherin in Herzogenaurach.

Produktion soll ins Ausland verlagert werden

Schaeffler wolle Kündigungen und Schließungen möglichst vermeiden. Es gebe auch Verkaufsgespräche. Produktion könne aber auch ins Ausland verlagert werden. Schaeffler baut Kupplungssysteme, Getriebeteile, Nockenwellenversteller und andere Teile und ist von der Umstellung auf Elektroautos betroffen. Das Unternehmen hat 26 Standorte in Deutschland.

Georg Schaeffler, Unternehmer (Todestag 02.08.1996)

WDR ZeitZeichen 02.08.2016 15:19 Min. Verfügbar bis 31.07.2096 WDR 5

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Stand: 21.03.2019, 18:41

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