Braunkohle und Kernenergie belasten RWE-Bilanz

Braunkohle-Kraftwerk Niederauߟem von RWE Power

Braunkohle und Kernenergie belasten RWE-Bilanz

  • RWE verzeichnet sinkenden operativen Gewinn
  • Angekündigte Dividende wird ausgeschüttet
  • Kein Wachstum 2019

Eine geringere Stromerzeugung bei Braunkohle und Kernenergie sowie niedrigere Großhandelspreise haben den Energiekonzern RWE im vergangenen Jahr belastet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank 2018 von 2,1 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag (14.03.2019) mitteilte.

Multi will sich RWE-Tochter einverleiben

WDR 5 Profit - aktuell 13.03.2019 03:22 Min. WDR 5

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Dividende von 70 Cent je Aktie

In den Zahlen ist die Tochter Innogy, die derzeit von Eon übernommen wird, nicht mehr enthalten. Für das vergangene Geschäftsjahr will RWE wie angekündigt eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie zahlen. Ein Jahr zuvor hatten Aktionäre insgesamt 1,50 Euro je Aktie erhalten - allerdings war darin eine Sonderdividende enthalten.

Rodungsstopp belastet Bilanz

Für 2019 erwartet der Energiekonzern bestenfalls ein stabiles Ergebnis. Zwar sieht RWE eine leichte Erholung bei den Strompreisen, dagegen belastet der Rodungsstopp im Hambacher Forst die Bilanz - vorerst. Der Konzern erwartet MIlliardenentschädigungen für die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken.

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz erwartet für die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken eine Milliardenentschädigung vonseiten des Bundes. Pro Gigawatt abgeschaltete Leistung müssten die Entschädigungen bei 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro liegen. "RWE kann und wird aber nicht alles alleine stemmen könne", betonte Schmitz.

Stand: 14.03.2019, 07:36

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