Rheinmetall-Hauptversammlung von Protesten begleitet

Greenpeace: Rheinmetall-Bomben töten in Jemen

Rheinmetall-Hauptversammlung von Protesten begleitet

  • Hauptversammlung in Berlin
  • Proteste gegen Rüstungsexporte
  • Rheinmetall verkündet Umsatzplus

Am Rande der Hauptversammlung des Düsseldorfer Konzerns Rheinmetall ist es zu Protesten gekommen: Am Dienstag (28.05.2019) versammelten sich Demonstranten vor dem Hotel in Berlin, in dem Rheinmetall tagte. Mehrere Organisationen, darunter auch Greenpeace, werfen dem Unternehmen vor, dass eine italienische Konzerntochter Waffen nach Saudi-Arabien liefere.

Rheinmetall und die Rüstungsbranche

WDR 5 Profit - aktuell 28.05.2019 04:33 Min. Verfügbar bis 27.05.2020 WDR 5

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Kritik an Export-"Schlupflöchern"

Für rein deutsche Produkte gilt ein Exportstopp für Saudi-Arabien, das seit Jahren Krieg im Jemen führt. Kritiker sehen Auslandstöchter von deutschen Firmen als "Schlupflöcher", die zu schließen seien. Das Wirtschaftsministerium hatte dies im Januar abgelehnt.

Rheinmetall kritisierte am Dienstag in einer Stellungnahme, die Hauptversammlung sei gestört worden. "Wir respektieren die Meinung Andersdenkender, bitten aber um Fairness in der Auseinandersetzung", hieß es vonseiten des Unternehmens.

Umsatzplus im ersten Quartal

Auf der Hauptversammlung konnten die Düsseldorfer ein Umsatzplus im ersten Quartal verkünden. Der Absatz wuchs um 6,6 Prozent auf 1, 34 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöht sich im ersten Quartal 2019 um 15% im Vergleich zum Vorjahr.

"Der Auftragsbestand erreicht ein neues Rekordniveau", heißt es in einer Mitteilung. Während in der Automobilsparte die Umsätze leicht zurückgingen, stiegen die Absätze im Verteidigungs-Segment um ein Viertel. Die Düsseldorfer Rheinmetall AG stellt neben Autoteilen Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her.

Stand: 28.05.2019, 13:08

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