Rüstungsgeschäft boomt: Rheinmetall rechnet mit deutlichem Umsatzplus

Rüstungsgeschäft boomt: Rheinmetall rechnet mit deutlichem Umsatzplus

  • Rheinmetall erwartet weiter steigende Umsätze
  • Geschäft mit Panzern & Co. zahlt sich aus
  • "Null-Wachstum" in Autozulieferer-Sparte

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will seinen Höhenflug beim Verkauf von Militärgütern fortsetzen. Man rechne mit einem Umsatzplus im Jahr 2019 von neun bis elf Prozent in der Verteidigungssparte, sagte Konzernchef Armin Papperger am Mittwoch (13.03.2019) in Düsseldorf.

Rüstungsgüter global gefragt

Damit würde sich das brummende Geschäft noch verbessern: 2018 hatte die Sparte ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro verbucht.

Papperger begründete die Entwicklung mit weltweit steigenden Rüstungsausgaben. Rheinmetall stellt unter anderem Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her.

Geschossen wird immer - das Geschäft mit den Waffen

WDR 5 Profit - aktuell 01.03.2019 03:15 Min. WDR 5

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Rheinmetall will Aktivitäten im Sektor E-Mobilität ausbauen

In der rückläufigen Automobilzulieferer-Sparte verzeichnete Rheinmetall einen Umsatz von 2,930 Millionen Euro und damit eine Steigerung von 2,4 Prozent. Für 2019 hingegen prognostiziert der Konzern ein "Null-Wachstum".

Zugleich wolle Rheinmetall "mit unseren Produkten zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung von der wachsenden Nachfrage nach umweltgerechter Mobilität weiter profitieren. Gleichzeitig bauen wir unsere Aktivitäten im Bereich E-Mobilität zielgerichtet aus, um auch hier eine immer wichtigere Rolle zu spielen", so Papperger.

Konzern will Dividende erhöhen

Insgesamt stieg der Konzernumsatz im Jahr 2018 um 4,3 Prozent auf 6,148 Millionen Euro. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung daher am 28. Mai 2019 vorschlagen, die Dividende auf 2,10 Euro je Aktie zu erhöhen, teilte der Konzern in einer Presseerklärung mit. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 1,70 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Rheinmetall hat weltweit rund 25.000 Mitarbeiter, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Etwa die Hälfte ist im Ausland.

Stand: 13.03.2019, 12:00

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