Einigung im Postbank-Tarifkonflikt

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Einigung im Postbank-Tarifkonflikt

Von Jörg Sauerwein

  • Tarifstreit bei Postbank beigelegt
  • Lohnplus von 4,75 Prozent
  • Neuer Tarifvertrag läuft bis 2021

Der Tarifkonflikt bei der Postbank ist beendet. In der vierten Verhandlungsrunde dauerte es in der Nacht zu Donnerstag (10.10.2019) noch einmal fast 16 Stunden, bis der Knoten im Tarifstreit endgültig geplatzt war. Am Ende war sowohl auf der Arbeitgeberseite als auch bei der Gewerkschaft Verdi nach wochenlangem Arbeitskampf die Erleichterung zu spüren.

Mehr Geld oder mehr Freizeit

In zwei Schritten sollen die Mitarbeiter der Postbank unter anderem insgesamt 4,75 Prozent mehr Geld bekommen, bei einer Laufzeit von 29 Monaten. Für die unteren Lohngruppen gibt es ein Lohnplus von mindestens 110 Euro. Dabei können sich die Beschäftigten aber nach dem Vorbild der Metallbranche oder der Post aussuchen, ob sie tatsächlich mehr Geld haben wollen oder lieber mehr Freizeit.

Erstmals 13. Monatsgehalt für viele Beschäftigte

Daneben bekommen zahlreiche Beschäftigte der Postbank künftig erstmals ein 13. Monatsgehalt. Mit dem Ergebnis sei man an der absoluten Belastungsgrenze, hieß es nach dem Abschluss von Seiten der Postbank. Zuletzt hatte die Gewerkschaft im Tarifstreit mit unbefristeten Streiks gedroht.

Schon in den vergangenen Wochen hatten Postbankkunden deutschlandweit wegen zahlreicher Warnstreiks vor verschlossenen Türen gestanden. Die Streiks sind jetzt vom Tisch, der Tarifvertrag läuft bis Ende 2021.

Postbank vor Streiks nach gescheiterten Tarifverhandlungen im September WDR aktuell 10.09.2019 00:27 Min. Verfügbar bis 10.09.2020 WDR

Stand: 10.10.2019, 08:09

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