Weiteres Gericht verurteilt VW-Konzern zu Schadenersatz

Wie kulant ist VW?

Weiteres Gericht verurteilt VW-Konzern zu Schadenersatz

  • OLG verurteilt VW zu Schadenersatz
  • Entscheidung noch nicht rechtskräftig
  • Richter lassen Revision zu

Mit dem OLG Hamm hat ein weiteres Gericht den VW-Konzern zu Schadenersatz verurteilt. Das Gericht gab der Käuferin eines VW-Beetle am Dienstag (10.09.2019) recht, die sich durch manipulierte Abgaswerte an dem Pkw getäuscht fühlte. Das OLG Köln hatte bereits im Januar ein vergleichbares Urteil verkündet.

Die Klägerin hatte das Auto 2016 bei einem VW-Vertragshändler in Bochum gekauft. Sie könne wegen einer sittenwidrigen vorsätzlichen Schädigung den Kaufpreis abzüglich der Nutzungsentschädigung und die Freistellung der noch zahlenden Kreditraten gegen Rückgabe des Fahrzeugs verlangen, hieß es.

Knapp 3.000 Berufungsverfahren am OLG Hamm anhängig

"Die Volkswagen AG habe durch das Inverkehrbringen eines Fahrzeugs mit der manipulierten Motorsteuerungssoftware ihre Kundin getäuscht", befanden die Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Seit 2015 sind am OLG Hamm knapp 3.000 Berufungsverfahren im Abgasskandal gegen den VW-Konzern eingegangen. In vielen Fällen kam es nicht zu einem Urteil, weil sich Kläger und VW zuvor auf einen Vergleich einigen konnten. In der ersten Instanz an den Landgerichten sind noch tausende Verfahren anhängig.

Stand: 10.09.2019, 18:40

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