Immobilienkonzern profitiert vom Wohnungsmangel

LEG-Unternehmenszentrale in Düsseldorf

Immobilienkonzern profitiert vom Wohnungsmangel

  • Wohnungsmangel lässt Mieten weiter steigen
  • Immobilienkonzerne wie LEG Profiteure der Wohnungsnot
  • LEG investiert 250 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen

Der Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG rechnet auch in den kommenden Jahren mit steigenden Mieten in den Ballungszentren. "Der erstmalige Ausblick für 2020 zeigt, dass wir auch für die kommenden Jahre von einer Fortsetzung des stabilen, nachhaltigen Wachstums ausgehen", sagte Firmenchef Thomas Hegel am Freitag (08.11.2018).

Im laufenden Jahr rechnet LEG mit einem Anstieg von 3,0 Prozent, 2019 mit einem Wachstum von 3,0 bis 3,2 Prozent und 2020 mit weiteren 3,2 bis 3,4 Prozent mehr.

Miet-Einnahmen deutlich gestiegen

Dabei profitiert der Konzern wie seine Konkurrenten von der Wohnungsnot in den Großstädten. Die Einnahmen aus Nettokaltmieten stiegen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent auf knapp 140 Millionen Euro.

Unterm Strich fällt allerdings ein Verlust in Höhe von 15,3 Millionen Euro an, nach knapp 35 Millionen Euro Gewinn im dritten Quartal 2017.

Höhere Ausgaben für Modernisierung

Im laufenden Jahr steckt LEG deutlich mehr Geld in die Instandhaltung und vor allem in die Modernisierung. Mit rund 250 Millionen Euro soll die höchste Summe seit rund 20 Jahren fließen. Der Deutsche Mieterbund warnte bereits vor drohenden Mieterhöhungen.

Die LEG hat mehr 130.000 Mietwohnungen in Deutschland, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Vor zehn Jahren hatte die von CDU und FDP geführte Landesregierung die landeseigene Wohnungsgesellschaft privatisiert und an einen Immobilienfonds der US-Großbank Goldman Sachs verkauft.

Gutachten: Der Sozialverband Deutschland warnt vor immer höheren

WDR aktuell | 25.10.2018 | 10:14 Min.

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Stand: 09.11.2018, 12:45

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