Laschet warnt vor Zerschlagung von Thyssen-Krupp

Laschet warnt vor Zerschlagung von Thyssen-Krupp

  • Ministerpräsident trifft sich mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern
  • Laschet fordert langfristige Perspektive für Konzern
  • Stiftung soll diesen Plan unterstützen
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, auf dem 41. CDU-Landesparteitag im Juni 2018.

Armin Laschet (CDU)

In der Führungskrise beim Essener Industriekonzern Thyssen-Krupp hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor einer schnellen Zerschlagung des Unternehmens gewarnt.

Keine "kurzfristige Verwertung"

Es müsse um die Entwicklung einer langfristigen Perspektive gehen und nicht um eine kurzfristige Verwertung, sagte Laschet am Donnerstag (12.07.2018) nach einem Gespräch mit Vertretern der Unternehmens- und der Arbeitnehmerseite in Düsseldorf.

Laschet appelliert an Krupp-Stiftung

"Jetzt geht es darum, dass das Unternehmen wieder in ruhiges Fahrwasser kommt", so Laschet. Der Ministerpräsident, der auch Mitglied im Kuratorium der Krupp-Stiftung ist, setzte sich dafür ein, dass die Stiftung als wichtigste Aktionärin des Unternehmens für einen nachhaltigen industriellen Kurs bei Thyssen-Krupp einstehen soll.

Investoren drängen auf schnelleren Umbau

Nach dem überraschenden Rücktritt von Konzernchef Heinrich Hiesinger waren Zweifel drüber aufgekommen, ob Hiesinger in der Auseinandersetzung mit Finanzinvestoren genug Rückendeckung durch die Stiftung erhalten habe.

Investoren wie der US-Hedgefonds Elliott und der schwedische Anteilseigner Cevian hatten den Konzernchef massiv kritisiert und einen schnelleren Umbau des Unternehmens gefordert.

Stand: 12.07.2018, 18:03